Home Allgemein NACHGEFRAGT: „IST DER GANSLBERG VON BILDHAUER FRITZ KOENIG DEM VERFALL PREISGEGEBEN?“

NACHGEFRAGT: „IST DER GANSLBERG VON BILDHAUER FRITZ KOENIG DEM VERFALL PREISGEGEBEN?“

Nachgefragt: “Ist der Ganslberg von Bildhauer Fritz Koenig dem Verfall preisgegeben?” 

 

Diese Fragestellung von KLARTEXT.LA erging an den Landshuter Landtagsabgeordneten, Stadtrat und Mitglied des Förder- Stiftungsvorstandes der Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung, Helmut Radlmeier.

Der Grundgedanke einer Stiftung lag für Fritz und Maria Koenig in der Erkenntnis, dass der Ganslberg in seiner ursprünglichen Gestalt als vollendeter, in sich gerundeter Lebens- und Kunstraum für die ferne Zukunft nicht zu konservieren ist.

Nachdem Fritz Koenig am 22. Februar 2017 verstorben war, gab es verschiedentlich Irritationen und heftige Auseinandersetzungen darüber, was mit seinem Nachlass geschehen soll. Nicht nur in Landshut sondern weit darüber hinaus bis in die globale Kunstwelt hinein, schlugen die Diskussionen darüber hohe Wellen.

MdL, Stadtrat und Mitglied des Fördervereins der Fritz-und-Maria-Stiftung, Helmut Radlmeier gab dazu folgende Erklärung ab:

„Gerne gehe ich auf den Ganslberg ein. Den Verfall wollen wir verhindern. Der Ganslberg ist Eigentum der Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung. Natürlich machen wir uns Gedanken, wie die Liegenschaft künftig genutzt werden soll. Im letzten Jahr wurde dazu ein Runder Tisch von Kunstminister Bernd Sibler einberufen. Der Runde gehörten Vertreter der Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung, des Freundeskreises Fritz Koenig e.V., der Stadt Landshut, der Regierung von Niederbayern, des bayerischen Landtags und weitere Beteiligte an. Man kam überein, dass man anhand einer Machbarkeitsstudie untersucht, wie man das Areal nutzen könnte.“

Zum weiteren Vorgehen wurde unter Führung von OB Putz der Gesprächskreis „Zukunft Ganslberg“ in Landshut gegründet. Der Gesprächskreis führt die Arbeit des Runden Tisches weiter. Dem Gesprächskreis gehören Vertreter der Stiftung, der Stadt Landshut, des Freistaats, des Landesamtes für Denkmalpflege, Mitglieder des Freundeskreises Fritz Koenig e.V. und Weggefährten Koenigs an. Der Gesprächskreis hat sich Ende Oktober 2019 gegründet. Wir streben eine möglichst einvernehmliche Lösung in der Diskussion über das künftige Nutzungskonzept für das Koenig-Anwesen am Ganslberg an und begleiten die Machbarkeitsstudie. Die Studie wurde von der Stiftung in Auftrag gegeben. Der Freistaat hat eine Förderung in Aussicht gestellt. Weitere Unterstützungsangebote finanzieller Art sind von Privatpersonen eingegangen.

Grundlage für die beschlossene Machbarkeitsstudie ist eine Ideenskizze der Weggefährten Koenigs, Percy und Eleonore Adlon. Die Skizze sieht unter anderem Räume für die Kulturvermittlung, einen Skulpturenpark und Gastronomie vor sowie vielfältige Einblicke in das Leben und die Werke des Ehepaars Koenig durch ein innovatives multimediales, audiovisuelles Konzept vor.

Danke, Helmut Radlmeier, für Ihre Stellungnahme zum Status Quo, dieses vor einiger Zeit viel diskutierten etwas heiklen Themas.

 

-hjl-

 

Einblicke in die Anlage Ganslberg des Künstlers Fritz Koenig

 

 

Fotos: Radlmeier priv. /h.j.lodermeier