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MELANCHOLIA — Lesung von und mit Beatrix Doderer — Sonntag, 23. Oktober

Pressemitteilung

 

Melancholia

Lesung von und mit Beatrix Doderer

 

 

Sonntag, 23. Oktober 2016

17 Uhr

Um Anmeldung wird gebeten

Eintritt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro

Skulpturenmuseum im Hofberg

 

Unendlich viele Worte, Bilder und Begriffe und doch gibt es keine eindeutige und genau treffende Bestimmung der Melancholie. Vielmehr ist ihre Geschichte der niemals abzuschließende Versuch der Präzisierung, der Erklärung des Begriffs. In der Kunst. Literatur. Musik. Und in den Wissenschaften.

Seit der Antike beschäftigt die Melancholie uns Menschen. An die trauernde Athene sei erinnert. Albrecht Dürer zeigt uns die ‚Melencholia‘ 1514 als dunkle, nachsinnende Frau mit schwarzen Flügeln in einem Kupferstich. Bei Lucas Cranach ist sie eine schöne junge Frau mit schwarzen Flügeln. Die Melancholie ist äußere Kraft, Kraftquelle, Dämon, Gestirn und Allegorie bis ins 17. Jahrhundert hinein. Dann verwandelt sich die Melancholia, bezeichnet einen Zustand der Seele, zuerst noch in einer engen Wechselwirkung mit der Natur wie zum Beispiel bei Caspar David Friedrich. Bis sich dieser Zustand immer mehr in dem Menschen selbst abspielt, in seiner inneren Welt.

 

Beatrix Doderer geht auf literarische Spurensuche der Melancholia. In Sonetten und Gedichten aus verschiedenen Epochen findet der Wandel des Gemütszustandes seine poetische Entsprechung. Den Schwerpunkt bilden drei Texte aus verschiedenen literarischen Gattungen: Ein Märchen Oscar Wildes, das die Melancholie sowohl in der Liebe als auch in der Kunst an sich beschreibt. Dann in Peter Handkes Roman ‚Wunschloses Unglück‘. Darin zeichnet er das Nervenleiden seiner Mutter auf. Zum Schluss folgt Absurdes: Samuel Becketts ‚Glückliche Tage‘. Hier ist der Mensch endgültig mit sich alleine, er versinkt und kann doch nur weitermachen. Beckett lässt Winnie ‚glücklich‘ sprechen.

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Beatrix Doderer, 1966 geboren, studierte an der Neuen Münchner Schauspielschule, bevor sie verschiedene Bühnen bespielte; unter anderem im Residenztheater, München, im Staatstheater Braunschweig und den Stadttheatern in Augsburg, Bern, Ulm und Hildesheim. 2003 erhielt sie den Augsburger Theaterpreis.

 

 

 

-hjl-




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