Home Allgemein MdL Ruth Müller informierte sich über Herausforderungen der Schlossklinik Rottenburg

MdL Ruth Müller informierte sich über Herausforderungen der Schlossklinik Rottenburg

Sie hoffen, dass hier bald wieder Veranstaltungen für Patienten, Mitarbeiter und Besucher stattfinden können: Landtagsabgeordnete Ruth Müller, Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, Pflegedienstleitung Ina Stiller, Chefarzt Dr. Robert Bütterich und Standortvertreter Thomas Rohrmeier (v.r.n.l) im Innenhof der Schlossklinik Rottenburg.

Bildquelle: Lohmayer/LAKUMED Kliniken

 

Vorsicht im Umgang miteinander bleibt

Rottenburg. Vergangenen Donnerstag besuchte Ruth Müller (SPD), seit 2013 Mitglied des bayerischen Landtags, die Schlossklinik Rottenburg, um den neuen Chefarzt Dr. Robert Bütterich kennenzulernen und sich über die aktuellen Herausforderungen der Einrichtung bedingt durch das Coronavirus zu informieren. „Auch für die Politik waren die vergangenen Monate eine vollkommen neue Situation. Im Nachhinein ist es nun wichtig zu prüfen: Wo haben wir vielleicht zu spät reagiert, was hätte es eigentlich garnicht gebraucht und wo haben wir richtig gehandelt? Nur so können wir für die Zukunft lernen“, sagte die Landtagsabgeordnete.

Dr. Bütterich ist seit Anfang Mai Chefarzt an der Schlossklinik in Rottenburg und hat sich bereits gut in sein neues Aufgabengebiet eingearbeitet. „Geriatrie lebt von der Atmosphäre, vom Team und von der Stimmung eines Hauses. Das muss passen, und das tut es hier“, erzählte er. Gleichzeitig erkennt er aber auch die Schwierigkeiten der Abteilung, die sich durch die aktuelle Situation ergeben. Vor allem bei älteren Menschen sei die Gefahr der Vereinsamung ein wichtiger Punkt, der durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen noch einmal verstärkt wurde. „Auch wenn die Vorsicht im Umgang miteinander bleibt, dürfen wir Menschen höheren Alters nicht vernachlässigen und unseren gesunden Menschenverstand nicht ausschalten“, sagte der Facharzt.

„Zeichnete sich in den vergangenen Wochen ab, dass ein Patient nach einer Operation eine Rehabilitation benötigt, musste der Platz in einer entsprechenden Reha-Einrichtung schon vor dem Eingriff gesichert sein“, erklärte Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, rückblickend. Dies stellte auch die Schlossklinik Rottenburg vor eine Herausforderung, da gemäß der bis 16. Juni geltenden Allgemeinverfügung 15 Prozent der Normal- und Reha-Betten für Corona-Patienten freigehalten werden mussten. „Viele planbare Operationen mussten aufgrund der Vorhaltung verschoben werden und Patienten lange auf eine begrenzte Anzahl an Reha-Plätzen warten“, bestätigte Standortvertreter Thomas Rohrmeier. Seit 17. Juni gilt eine neue Allgemeinverfügung: Je nach Infektionsgeschehen in der Region halten Krankenhäuser Betten für Corona-Patienten vor.

Erfreuliches hatte Ina Stiller, Pflegedienstleitung an der Schlossklinik, zu berichten. „Durch die Corona-Krise wurde der ohnehin große Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl der Mitarbeiter noch einmal gestärkt“, erzählte sie. „Jeder packt mit an und hilft auch auf anderen Stationen aus, wenn dort gerade Hilfe benötigt wird.“

„Die vergangenen Monate haben uns gezeigt, wie wichtig dezentrale Krankenhäuser, Einrichtungen wie die Schlossklinik Rottenburg und deren Mitarbeiter für unsere Region sind“, merkte Müller an. Sie versprach, die Eindrücke und Informationen, die sie aus dem Gespräch gewonnen hat, mit in den Landtag zu nehmen.