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MdL JUTTA WIDMANN: Schulfamilie mit einbeziehen — Noch viele Fragen bei G9 offen

Neues G9: Es gibt noch viele Fragen

 MdL Jutta Widmann: Schulfamilie mit einbeziehen

„Weil Bildung eine gute Zukunft braucht, war uns Freien Wählern die Wiedereinführung des G9 ein ganz wichtiges Anliegen, das nun endlich verwirklicht wird.“ Doch nach Meinung von MdL Jutta Widmann gibt es im Zusammenhang“ mit dem neuen neunstufigen Gymnasium noch eine ganze Reihe wichtiger Fragen, die geklärt werden müssen.

„Braucht man neue Schulräume und Gebäude, können bestehende erweitert werden, wie soll der Lehrplan genau aussehen”, so MdL Jutta Widmann. Insbesondere bei notwendigen Baumaßnahmen müssten die Kommunen als Sachaufwandsträger Planungssicherheit erhalten. Und sie bräuchten die Zusage für eine ausreichende Unterstützung durch den Staat. Denn, so betont die Abgeordnete der Freien Wähler, die Kosten infolge des neuen neunjährigen Gymnasiums dürften nicht an den Kommunen hängenbleiben. Weiter wichtig sei die Bereitstellung von ausreichendem Personal, insbesondere von Lehrkräften. Bei der Gestaltung des Lehrplans wünscht sich die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler mehr Einbeziehung der gesamten Schulfamilie.

„Wir brauchen ein pädagogisch-didaktisches Gesamtkonzept für das G9, das sowohl fachspezifische als auch fächervernetzende und überfachliche Schwerpunktsetzungen berücksichtigt”, das ist die Forderung der Freien Wähler. Wünschenswert ist dabei nach Ansicht von MdL Jutta Widmann vor allem die Wiedereinführung der Leistungskurse. Diese böten den Schülern die Möglichkeit, sich in bestimmte Themen zu vertiefen und ihre speziellen Neigungen und Talente besser auszuschöpfen. Außerdem würden die Schüler besser auf das Universitätsleben vorbereitet, die Abbrecherquote unter Studienanfängern könnte daher reduziert werden. Daneben bedürfe es einer Stärkung der Werte- und Demokratieerziehung, dies nicht nur durch den entsprechenden Fachunterricht, sondern auch durch einen Ausbau von demokratischen Strukturen im Rahmen des Schullebens. Auch die sogenannten MINT-Fächer sollten durch Seminare gestärkt werden. Ebenso erschienen Berufsorientierungsangebote in Form von Projekten sowie freiwilligen und verpflichtenden Praktika sinnvoll, die mit dem Fachunterricht verzahnt werden könnten. Das Gesamtkonzept, so die Landtagsabgeordnete, müsse in enger Abstimmung mit Lehrer- und Fachverbänden sowie der Wissenschaft erstellt werden. Widmann: Dann fördere das G9 wirklich das Engagement der Schüler und mache spürbar Spaß und Mut.