Home Bürgerbriefe LESERMEINUNG: Urteile der Frankfurter Arbeitsgerichte nicht nachvollziehbar!

LESERMEINUNG: Urteile der Frankfurter Arbeitsgerichte nicht nachvollziehbar!

0 1593

Urteile der Frankfurter Arbeitsgerichte zum Streik der GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) vom 6. und 7. November 2014

Urteile der Frankfurter Arbeitsgerichte  nicht nachvollziehbar!

Als ich am 7. November in den Nachrichten die Meldung vernahm, das Landesarbeitsgericht Hessen habe ebenso wie am Vortag das Arbeitsgericht Frankfurt/Main zunächst den streiten-den Parteien Deutsche Bahn AG und der GDL einen Vergleichsvorschlag unterbreitet und nach Ablehnung durch die GDL den Streik der Lokomotivführer für rechtmäßig erklärt, habe ich total verständnislos darüber den Kopf geschüttelt.

So ist es allen guten Bekannten und Freunden auch ergangen.

Hier stellt sich offensichtlich die Frage, warum dann zuerst  der Vergleichsvorschlag, wenn der Streik ohnehin anschließend als rechtmäßig bezeichnet wird; auch wird hier sehr deutlich die Befangenheit beider Richter erkennbar.

Denn unter derlei Umständen bewirken beide Urteile bei der Bevölkerung den Eindruck einer total perversen Rechtsprechung bei der Arbeitsgerichtsbarkeit.

Die ganze Schmierenkomödie –denn etwas anderes kann die Bevölkerung darunter nicht erkennen- stellt nichts anderes dar als „Verkehrte Welt“, wo nicht das Gute belohnt, sondern be-straft, und ebenso das Böse belohnt wird.

Denn nicht die Bahn hat den Vergleichsvorschlag abgelehnt, sondern die GDL!

Folglich hätten beide Richter eigentlich den Streik der Lokomotivführer für unrechtmäßig erklären müssen, der mit sofortiger Wirkung zu beenden sei.

Denn der eigentliche Streitpunkt –dass die GDL für alle Tarif-parteien  verhandeln dürfe- stellt schon thematisch m.E. keine Berechtigung für einen Streik dar, da 2007 der Streik darum geführt worden ist, die GDL als selbständige Gewerkschaft und Tarifpartei zu behandeln und anzuerkennen. Also wurden nun-mehr die „Fakten auf den Kopf gestellt“.

Unter derlei Umständen erscheint es ferner als falsch, beide Urteile „Im Namen des Volkes“ zu verkünden, da diese nicht mit dem Willen des gesamten Volkes identisch sind, sondern nur mit dem absolutistischen Willen eines despotischen Gewerkschaftsführers.

Das ganze Verhalten ist partout durch nichts nachvollziehbar.

Abschließend kommt mir der Ausspruch des Vaters von „MARIA MAGDALENA“  im gleichnamigen Drama von Friedrich Hebbel „Ich verstehe die Welt nicht mehr!“ in den Sinn.

 

 

 

Siegfried Kräutl




NO COMMENTS

Leave a Reply