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LESERMEINUNG: Rücktritt des GdL-Chefs wäre fällig!

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VdK zu Weselsky

Weselsky Aussage zu Behinderten LZ vom 1.9.2014

Die Äußerung des GdL-Chefs über Behinderte stellt eine grobe Entgleisung eines Gewerkschaftsvorsitzenden dar und kann auch nach der Entschuldigung nicht unwidersprochen gelassen werden.

Ich bin selbst von Geburt an behindert, jedoch aufgrund eines ärztlichen Kunstfehlers und kenne mehrere Behinderte auch, deren Eltern bei der Zeugung dieses Behinderten “nicht krank” gewesen sind, da konkret wesentlich andere Ursachen eine Rolle spielten.

Auch Mitglieder der GDL, die ich persönlich kenne, sind befremdet und entrüstet und fordern daher wie ich persönliche Konsequenzen wie eben einen Rücktritt, da auch der Vorsitzende der EVG Alexander Kirchner aufgrund dieser diskriminieren-den Äußerung sich nicht mehr imstande sieht, mit Herrn Weselsky an einem Tisch sitzend über eine Tarifkooperation zu verhandeln. Schon daher sollte er das Amt zur Verfügung stellen, um  dadurch eine Einigung über den Konflikt zu beschleunigen und die Bahnkunden (auch die Nicht-Behinderten!) nicht länger da-runter leiden zu lassen.

Da auch die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, persönliche Konsequenzen gefordert hat, wäre es ohnehin seine Pflicht, dieser Aufforderung schnellstens Folge zu leisten, anstatt noch unverschämte Drohungen erpresserischer Art auszustoßen.

Siegfried Kräutl, Landshut