Home Allgemein Leserbrief: Zur Berichterstattung über die Umbenennung des Bismarckplatzes

Leserbrief: Zur Berichterstattung über die Umbenennung des Bismarckplatzes

Corona hält Deutschland in Atem – Unternehmer, Gastronomen und Angestellte fürchten um ihre Arbeit und somit auch um ihre Existenz. Für berufstätige Eltern ist die Organisation der Kinderbetreuung nach wie vor eine immense Herausforderung. Man möchte also meinen, dass es genügend Baustellen gäbe, um die Geltungssucht einzelner Stadträte auf eine nützliche Weise befriedigen zu können. Nicht so bei der Landshuter SPD und ihrem linken Adlatus. Während sich jeder arbeitende Bürger Gedanken um seine persönliche Zukunft machen muss, überlegen unsere Landshuter Freizeit-Liebknechts, ob man den Bismarckplatz nicht umbenennen sollte. Empfinde ich es nur so oder hat sich die „Partei der Arbeiter“ von ihrer Klientel jetzt gänzlich verabschiedet? Sind die Inhalte sozialdemokratischer Politik in Landshut wirklich so dünn gesät, dass man sich auf Straßennamen konzentrieren muss, anstatt auf die Bürger?

Den Begründer unseres Nationalstaats auf dessen unsoziale und nationalistische Absichten zu reduzieren und seine Lebensleistung für unser Heimatland abzuwerten, ist eine Untat. Liebe SPD: Mein ihr ernsthaft, dass es im Sinne eines von euch vorgeschlagenen Dr. Wilhelm Hoegner gewesen wäre – der sich im Alter von 26 Jahren als Kriegsfreiwilliger gemeldet hat -, Otto von Bismarck derart verleumderisch zu bewerten und daher einen Platz umzubenennen? Ihr lasst wirklich keine Gelegenheit mehr aus, das kulturelle Erbe unseres Landes beschmutzen zu wollen und das mit Hilfe gefährlichen Halbwissens und einer tiefen Abneigung gegen unsere Nation. Verunglimpft werden mit euren verqueren Ansichten indes nicht nur Bismarcks Taten selbst, sondern auch all diejenigen, die in den Kriegen und Revolutionen der Jahre 1848-1871 für die Idee eines geeinten Deutschlands mit demokratischen Elementen gefallen sind. Aber mit Begriffen wie „Deutschland“, „Nation“ oder auch „Demokratie“ fremdelt ihr Genossen ja seit langer Zeit.

Maximilian Götzer, CSU-Stadtrat

Grafik/Foto: Landshut, Postkartenansicht vor ca. 100 Jahren, damals Obeliskenplatz