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Lernen, Probleme selbst zu lösen

Landshuter Alumnus berichtet von seiner Reise vom Bachelor zum Doktoranden

Moritz Huf ist Doktorand bei der BMW AG und begann seine akademische Laufbahn an der Hochschule Landshut. Auf den Bachelor Automobilwirtschaft- und technik (AWT) folgte der Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen (WI). Seit vergangenem Herbst promoviert der gebürtige Landshuter im Bereich der kalten Fügetechnik des Karosseriebaus. Seine Verbindungen zum Campus pflegt Huf nach wie vor sehr innig, bietet unter anderem Abschlussarbeiten für Bachelor- und Masterstudierende an und steht ihnen mit Rat und Tat zu Seite. Wir haben uns mit ihm über seinen Werdegang unterhalten und die Entscheidung, den steinigen Weg einer Promotion auf sich zu nehmen.

Herr Huf, Sie haben an der Hochschule Landshut erst AWT und anschließend WI studiert. Sie sind also durchaus sehr breit aufgestellt. War das auch der Grund für Ihrer Studienwahl?

Moritz Huf: Nach dem Abitur war mir nicht klar, dass ich Ingenieur werden möchte. Motorisierte Maschinen wie Mofas, Motorräder, Autos und generell handwerklichen Tätigkeiten haben aber schon immer eine große Faszination auf mich ausgeübt. Das Angebot an der Hochschule Landshut, mit einem Mix aus technischen und wirtschaftlichen Aspekten im Bereich des Automobilbaus, hat mich besonders angesprochen. Als gebürtiger Landshuter war es außerdem ein großer Pluspunkt, dass ich direkt in meiner Heimat studieren konnte. Mit dem Master Wirtschaftsingenieurwesen wollte ich mein Spektrum noch einmal erweitern.

Und nach knapp sechs Jahren Studium hatten Sie immer noch nicht genug und haben noch eine Promotion drangehängt.

Das kann man wohl so sagen. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt und das Studentenleben in Landshut sehr genossen. Während meines Studiums habe ich unter anderem auch Tutorien im Bereich Informatik und angewandter Physik geleitet. Die Entscheidung zu promovieren, habe ich während des Verfassens meiner Bachelorarbeit getroffen. Ich wurde damals von einem Doktoranden betreut und die Mischung aus Forschung und Anwendung – vor allem im Rahmen einer Industriepromotion – faszinierte mich sehr. Als ich dann gelesen habe, dass im Bereich der kalten Fügetechnik, wo ich bei BMW bereits mein Praxissemester absolviert hatte, eine Doktorandenstelle ausgeschrieben war, konnte ich gar nicht anders, als mich darauf zu bewerben. Seitdem erlebe ich sehr fordernde und spannende Tage.

Sie haben es gerade selbst angesprochen. Eine Promotion ist immer auch eine Herausforderung. Wie genau würden Sie das beschreiben und warum empfehlen Sie trotzdem jedem, diesen Schritt in Erwägung zu ziehen?

Am Anfang einer jeden Promotion steht ein Problem, bzw. eine Aufgabe, die es zu lösen gilt. In der Regel steht man dann erst Mal alleine da. Zwar kann und sollte man sich Rat von erfahrenen Kolleg*innen, Betreuer*innen und Koryphäen in seiner Forschungsdomäne einholen, das Problem muss man aber selbst lösen. Die wissenschaftliche Herangehensweise ist dabei aus meiner Sicht nochmal etwas detailbezogener als z.B. bei einer Abschlussarbeit. Auch die Beurteilung welchen Ansatz man zur Problemlösung nutzen möchte, ist nicht zu vernachlässigen. Späte Änderungen von Thesen im Forschungsprozess sind keine Seltenheit. Und genau deswegen kann ich eine Promotion nur empfehlen. Sie bringt nämlich immer auch eine besondere Qualifizierung und Weiterentwicklung des Forschenden mit. Man wächst sehr stark an dieser Herausforderung.


Der Hochschule Landshut sind Sie nach wie vor sehr nahe. Sie betreuen auch regelmäßig Abschlussarbeiten. Was bedeutet Ihnen diese Verbindung?
Ich verbinde mit meiner Zeit am Campus viele positive Erlebnisse und Erfahrungen, die ich nicht missen möchte und auch genau so wieder machen würde. Die aktuelle Betreuung einer Abschlussarbeit aus Landshut hat mir das nochmal sehr präsent vor Augen geführt. Dass ich hier unterstützen darf, ist für mich eine große Ehre. Da ich früher selbst in der Rolle des Bacheloraden/Masteranden war, möchte ich anderen Studierenden auch die Möglichkeit geben, eine Abschlussarbeit in der Industrie verfassen zu können.

In welchem Bereich bieten Sie Abschlussarbeiten an? Haben Sie aktuell auch ein Thema ausgeschrieben?

Ja wir haben derzeit etwas Spannendes im Angebot. Thematisch geht es um Einflüsse für die resultierende Verklebung beim Hybridfügen in Karosserien (Kleben, Stanznieten, Widerstandspunktschweißen). Die Erkenntnisse werden für gewöhnlich experimentell gestützt. Auch eine Abschlussarbeit im Bereich der simulativen Darstellung des Hybridfügeprozesses könnte ich mir gut vorstellen.

Können sich Studierenden direkt an Sie wenden?

Wer an einer Abschlussarbeit Interesse hat, kann sich gerne jederzeit bei mir melden, per Mail an moritz.huf@bmw.de. Ich freue mich schon auf den Austausch!

Wer sich für das Studienangebot der Fakultät Maschinenbau an der Hochschule Landshut interessiert, findet alle wichtigen Infos unter www.studieren-in-landshut.de.

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