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LAVV WIRD SICH NACH STARTPHASE WEITERENTWICKELN – Anliegen und Probleme werden in der nächsten Verbandsversammlung behandelt

LAVV wird sich nach Startphase weiterentwickeln

Anliegen und Probleme werden in der nächsten Verbandsversammlung behandelt

Mit der Einführung des Landshuter Verkehrsverbundes (LAVV) wurde der Öffentliche Personennahverkehr in der Region Landshut auf eine neue Basis gestellt: Seit dem Jahreswechsel gehört der Erwerb unterschiedlicher Tickets, um per Bus vom Landkreis in die Stadt und wieder zurück zu kommen, der Vergangenheit an.

Damit wurde nach einem mehrjährigen Prozess, angestoßen vom früheren Landshuter Oberbürgermeister Hans Rampf und Landrat Peter Dreier, nun mit Oberbürgermeister Alexander Putz weiterverfolgt, ein Etappenziel erreicht: Mit der Einführung des neuen Tarifsystems wurde der Verkehrsverbund auf den Weg gebracht – abgeschlossen ist seine Entwicklung aber noch lange nicht. Denn obgleich im Vorfeld viele Punkte bedacht und ausgearbeitet wurden – jedes denkbare Szenario, vor allem auch in preislicher Hinsicht, konnte nicht berücksichtigt werden. Deshalb werden die Anliegen, die seit dem Jahreswechsel an die Geschäftsstelle des LAVV herangebracht werden, in der nächsten Verbandsversammlung Mitte Februar behandelt und nach Lösungen gesucht. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass sich das Ticketangebot noch ändern wird: auch wenn das beliebte Kooperationsticket für Bahnreisende aufgrund der fehlenden Bereitschaft der Deutschen Bahn nicht mehr zum Sortiment gehören wird.

Durch den Verkehrsverbund wurden die bisherigen Tarife der Verkehrsunternehmen vereinheitlicht und angepasst: Zehn zum Teil vollkommen unterschiedliche Haustarife wurden in ein neues System integriert. Dies gelang nur durch eine Anpassung der Ticketpreise: Manche Linien wurden teurer, andere wiederum blieben stabil oder wurden sogar günstiger.

So profitieren zum Beispiel nun alle Schüler, Auszubildenden und Studenten von einem erweiterten Ausbildungstarif – früher galt dieser teilweise nur bis zum 14. Lebensjahr. Auch der Sozialtarif bringt Ermäßigungen für Sozialleistungsempfänger. Der dafür nötige Sozialpass kann in Stadt und Landkreis Landshut in den jeweiligen Wohnsitzgemeinden beantragt werden. Inhaber einer Ehrenamtskarte können ebenfalls diesen vergünstigten Tarif nutzen. Das Bayernticket wird bei allen Linien anerkannt. Jahres-, Monats- und Wochenkarten, die nicht auf eine bestimmte Person ausgestellt sind, sind übertragbar. Bei Zeitkarten können an bestimmten Tagen bzw. Zeiten mehrere Personen kostenlos mitfahren (s. Tarifbestimmungen). Die LAVV-Geschäftsstelle prüft derzeit die Aufnahme eines Senioren-Tarifs ins Ticketsortiment.

Auch das vergünstigte Jobticket wurde auf das gesamte LAVV-Gebiet ausgedehnt: Es kann jährlich abgeschlossen und kann zu einem frei wählbaren Anteil vom Arbeitgeber bezuschusst werden. Die Mindestabnahme liegt bei fünf Stück.

„Es war uns wichtig, den LAVV zeitnah einzuführen, sobald die Vereinbarungen mit den Busunternehmern getroffen worden waren. Es war und ist weiterhin nicht absehbar, wann die Deutsche Bahn Mitglied des LAVV wird. Stadt und Landkreis Landshut haben aber bereits frühzeitig das Gespräch mit der DB gesucht, leider bislang ohne konkretes Ergebnis. Die Türen stehen unsererseits aber weiter offen“, erklären die LAVV-Vorsitzenden Alexander Putz und Peter Dreier. Aus diesem Grund wird seit dem Tarifwechsel kein Kooperationsticket für Bahnreisende mehr angeboten, da dies bis zum Jahreswechsel ausschließlich durch Stadt und Landkreis bezuschusst wurde. „Preiserhöhungen freuen natürlich niemanden: Doch nur gemeinsam können wir dieses zukunftsträchtige Projekt auf solide Beine stellen.“

Auch die Kooperation mit umliegenden Verkehrsverbünden will der LAVV schnell in Angriff nehmen: Es wurden bereits erste Gespräche mit dem Regensburger RVV und dem Münchner MVV geführt. Dies würde vor allem auch den Pendlern zu Gute kommen, die an den äußeren Grenzen des Landkreises wohnen und beispielsweise nach Regensburg oder München fahren.

„Der LAVV soll und wird sich entwickeln“, ist Dreier überzeugt. „Dass es Anfangsschwierigkeiten geben könnte, war uns klar. Doch wir hoffen auf das Verständnis der Bürger, dass sich solch ein komplexes System erst einspielen muss. Wir nehmen die Anliegen, die an uns herangetragen werden, sehr ernst.“

Nähere Informationen finden Sie unter www.region.landshut.de/lavv.

Foto: h.j.lodermeier

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