Home Allgemein Stadtratsanfrage zu Laserdrucker, Tonerstaub und Gesundheit

Stadtratsanfrage zu Laserdrucker, Tonerstaub und Gesundheit

Ursache für die Anfrage von Stadtrat Rudolf Schnur war diese Pressemitteilung:

 

Die Restlaufzeiten für Laserdrucker sind angebrochen!

Milliarden Partikel pro Seite, tausende Erkrankungen und weltweite Studien, die die Risiken bestätigen. Während das BMU immer noch leugnet, werden bei norddeutschen Behörden Laserdrucker zu Tausenden stillgelegt.

Am 19.08.2013 berichtet das ZDF-Verbrauchermagazin Wiso über „Gesundheitsgefahren durch Laserdrucker“. Millionen Bürger sind fast täglich und über viele Jahre den ungefilterten Emissionen von Kopier- Laserfaxgeräten und Laserdruckern ausgesetzt, schutzlos und ahnungslos. Amtliche Messungen ergaben durchschnittliche Emissionen von über 2 Milliarden winzigster Partikel pro Seite, darunter auch metallische Nanopartikel aus den Tonern.

  •   Emissionen aus Laserdruckern wirken schon nach Minuten schädigend auf menschliche Zellen und Menschen. Allergische Reaktionen, Entzündungen, zellschädigender oxidativer Stress und sogar gentoxische Wirkungen auf Lungenzellen wurden festgestellt. Dies kann zu Krebs führen! Forscher der Harvard- Medical School stellten sogar bei gesunden Testpersonen Entzündungen der Atemwege und oxidativen Stress fest und bestätigten dies im Juli 2013 durch Tierversuche.
  •   Die winzigen Partikel wurden schon in Lungenzellen und sogar im Bauchfell von Patienten nachgewiesen.
  •   Über 3.000 Erkrankungsfälle, darunter Ärzte, Wissenschaftler, Juristen und fast 200 Polizisten sind schon registriert. 81 % der Betroffenen sind chronisch erkrankt, 39 % schwer bis sehr schwer und 25 % sind von Berufsunfähigkeit betroffen! Zweidrittel beklagen schlechte bis unzumutbare Büroluft.

    86 % berichten über verschmutzte Geräte und sehen sich stark

    und dauerhaft belastet.

  •   Nach deutschen Gerichten hat jetzt auch das Schweizer

    Bundesgericht eine Erkrankung durch Laserdrucker anerkannt.

    Das Bundesumweltministerium bestreitet weiterhin Belastungen, und hat die Begrenzung der Emissionen durch den neuen Blauen Engel auf 2014 verschoben. Die mögliche und vor fast 10 Jahren zugesagte Aufklärung wird weiter unterlassen.

    Die Industrie hat offenbar begriffen, dass Sie ein Problem hat und setzt immer mehr auf Gel- und Tintendrucker, auch im Businessbereich, leistungsstark, emissionsarm, stromsparend und sogar günstiger als Laser. Epson wirbt schon „Bye, bye Laser“.

    Ausgelöst durch Krebserkrankungen und hohe Emissionen bei Samsung-Laserdruckern mit Blauem Engel hat die Niedersächsische Justiz beschlossen, über 4.000 Geräte stillzulegen. Immer mehr Behörden und Firmen folgen dem Beispiel. Hamburgs Polizei hat schon fast alle Laserdrucker durch Tinten- und Geldrucker ersetzt.

    Achim Stelting, Vorsitzender der Stiftung nano-Control: „Der Exodus von Laserdruckern vor allem bei norddeutschen Behörden zeigt, die Restlaufzeiten für Laserdrucker haben begonnen. Wir fordern die Druckerhersteller auf, Geräte mit hohen Emissionen freiwillig vom Markt zu nehmen. Die andauernden Schädigungen von Menschen sind strafbar und unverzüglich durch die staatlichen Organe zu unterbinden.

Pressemeldung pressefrei ab 19.08.2013

nano-Control, Internationale Stiftung

Für gesunde Raumluft, denn Atmen heißt Leben!

Kontakt: Achim Stelting Mobil: 0172 44 44 479 E-Mail:pr@nano-control.de www.nano-control.de www.sicher-drucken.de

Spendenkonto Nr. 1280 387 489 BLZ 200 505 50 Hamburger Sparkasse Mit Ihrer Spende können Sie mithelfen, die Gefahren wissenschaftlich aufzuklären und zu stoppen.

Die Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden sind steuerlich abzugsfähig.

© nano-Control
V. i. S. d. P: Der Vorstand

 

Der Blaue Engel lässt keinerlei Rückschlüsse bzgl. gesundheitlicher Wirkungen zu. Insbesondere eine Ungefährlichkeit lässt sich nicht ableiten. Die vollständige Kritik von nano-Control am Blauen Engel finden Sie im FAQ-Papier: https://www.nano-control.de/pdf_htm/nC-FAQ.pdf.

 

http://www.wdr.de/tv/fsstd-technik/codebase/jsp/lyt1024/module/video.jsp?redadir=/tv/servicezeit/&dslSrc=rtmp://gffstream.fcod.llnwd.net/a792/e2/CMS2010/mdb/ondemand/weltweit/fsk0/24/240998/240998_2270561.mp4&offset=20&overlayPic=/tv/fsstd-technik/codebase/img/_dc.gif&autoPlay=true&autoCount=true&red=fsstd-tv%2Fservicezeit&countpath=_mdb-240998_video_servicezeit_wiegefaehrlichsindlaserdrucker

 

Westfälische Rundschau · Nr. 302 · RDO03 Dortmund Mittwoch, 28. Dezember 2011

Laserdrucker und Tonerstäube machen Ilona Becke zu schaffen – Beschwerden diagnostiziert – aber nicht anerkannt

Dirk Berger

Ilona Becke blättert in ihrerKrankenakte, und was sieliest, liest keiner gerne übersich. Die 58-jährige ehemaligeSekretärin zählt sich zu denOpfern, die durch ihre Arbeitberufsunfähig geworden ist:Krankgemacht durch Laser-Drucker und deren Toner-Stäube.Angefangen hat alles im November2001. Nach ihrer Versetzungvon einem klimatisiertenin einen unklimatisiertenRaum und immer in der Nähevon Druckern und Kopiergerätenstellten sich erste körperlicheBeeinträchtigungen ein.„Brennende Augen, entzündeteSchleimhäute und ein Reizhusten“,sagt sie. Ärzte konntendie Ursache nicht herausfinden.Die Beschwerden nahmenzu, und inzwischenspricht Ilona Becke von regelrechtenVergiftungen. Diagnostiziert– aber nicht anerkannt.Von Schwindelattacken bis zuHerzschmerzen, von verschiedenenAllergien bis hin zu totalerErschöpfung: „DerTonerstaub hat mich krank gemacht.“Schwerbehinderungzu 80 Prozent, raus aus demBeruf mit kleiner Rente.

Durch einen Zufall erfuhrsie von der Hamburger Stiftungnano-Control, die sich fürdie Erforschung und Beseitigungder Risiken durch Feinstaubbelastungeneinsetzt –insbesondere durch Druckerund Kopierstäube. Der VorsitzendeAchim Stelting, ein ehemaligerKriminalhauptkommissar,ist ebenfalls an diesenFeinstäuben bis hin zum Asthmaerkrankt und berufsunfähig.Als einer von vier Betroffenensei seine Erkrankungdurch Toner und Kopierstäubeals Berufskrankheit anerkanntworden.„Inzwischen sind bei uns2650 Betroffene registriert“,meint er. Es ist eine wahrhaftgroße Zahl, die einen zumindestnachdenklich machenkönnte. Eine Studie der Bundesanstaltfür Materialprüfungim Oktober 2011 habe ergeben,dass manche Laserdruckerdie Raumluft mit „Komplexgemischenaus Schadstoffen,lungengängigen Feinstäubenund Nanopartikeln ineiner Menge von bis zu 7,6Milliarden Partikel pro Seitebelasten“. Darunter flüchtigeVerbindungen aber auch metallischeTonerpartikel.Millionen Menschen atmetendiese Emissionen ein. „Wirspielen alle den Filter“, sagtStelting. Es gebe inzwischensogar Untersuchungen, die„den Dreck“ in den menschlichenZellen nachgewiesenhätten.Stelting hat noch ein Paradebeispielparat: In Hamburgsei eine von vielem Verkehr geprägteStraße einmal zu einemFeinstaub-Wettkampf gegeneinen handelsüblichen Laserdruckerangetreten. Der Laserhat gewonnen. Bei der Mengean Feinstaub im Raum hätte esdraußen schon ein Fahrverbotgeben müssen, so der Kommissar.Was ihn ärgert: „Der Staathilft nicht bei der Aufklärung.“Auch von den Unfallkassenund Berufsgenossenschaftensei keine Hilfe zu erwarten.Man tue seit Jahren alles,um die Anerkennung weitererBerufskrankheiten zuverhindern, heißt es auf derInternetseite www.nano-control.de. Ferner auch, dass dieHersteller der Geräte und derToner bis heute alle Risiken bestritten.Menschen, die sich wie IlonaBecke mit ihren Problemenallein gelassen fühlen, könnensich unter hilfe@nano-controlan die Stiftung wenden.Schnelle Hilfe aber ist nicht zuerwarten. Grundsätzlich rätStelting allen Verbrauchern,Laserdrucker abzuschaffenund das Naheliegende umzusetzen– nämlich Tintenstrahldruckerzu benutzen.Drucker-Feinstaub macht Ilona Becke aus Dortmund zu schaffen.

Foto: Ralf Rottmann

“Infos zum Thema Laserdrucker/Tonerstaub stellt auchdie Bundesanstalt für Arbeitsschutzund Arbeitsmedizin(BAuA) auf einer Übersichtsseiteunter www.baua.de/tonerstaubzur Verfügung. Dazuzählen auch zwei Schutzleitfäden,die Maßnahmen vorstellen,die die Arbeit mit Druckernund Kopierern sichermachen.So findet sich dort derSchutzleitfaden 130, der allgemeineVorsichtsmaßnahmenund Empfehlungen auflistet,die grundsätzlich immer einzuhaltensind. Außerdem beschreibter Maßnahmen, dieim Zusammenhang mit Wartungund Instandhaltung stehen,und Anforderungen anden Aufstellort für Druckerund Kopierer.Weiterhin enthält das InternetangebotMerkblätter undwissenschaftlich geprägteFachartikel, die eine Übersichtüber den aktuellen Kenntnisstandgeben.Alle Schutzleitfäden, Merkblätterund Fachartikel könnenals PDF unterwww.baua.de/tonerstaub heruntergeladenwerden.Die Stiftung nano-Controlbewertet die Informationender BAuA allerdings als „verharmlosend“.




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