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Landwirtschaft hat Klimaschutzziel 2020 erreicht

Durch die bodennahe Gülleausbringung mit Schleppschuh entstehen weniger Ammoniakverluste, was sich auch positiv auf die Emissionen auswirkt.

HeimatLandwirte berichten über die erreichten Ziele in der Landwirtschaft

Landkreis. Der Verein HeimatLandwirte berichtet über die erreichten Klimaschutzziele 2020 in der Landwirtschaft und deren Gründe. Insgesamt sind die Emissionen in Deutschland im Jahr 2020 um 8,1 Prozent gesunken. Vor allem die Corona-Pandemie ist dafür verantwortlich: Die Emissionen aus dem Verkehrssektor sind gesunken.

Die Landwirtschaft macht nur einen kleinen Teil der Gesamtemissionen aus, insgesamt verursacht sie weniger als 10 Prozent der Gesamtemissionen. Im Jahr 2020 hat die Landwirtschaft das Sektorziel zur Emissionsminderung nach dem Klimaschutzgesetzt voll erfüllt. Das geht aus den Daten des Umweltbundesamtes (UBA) hervor. Insgesamt wurden 66 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das Ziel wären 70 Millionen Tonnen gewesen, somit hat die Landwirtschaft das Ziel voll erfüllt. Für das laufende Jahr sind 68 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente angesetzt, auch dieser Wert wird bisher unterschritten.

Gründe für die sinkenden Emissionen

„Geringerer Einsatz von Mineraldünger und die trockene Witterung im letzten Jahr“ nennt Thomas Weigl, Vorsitzender der HeimatLandwirte, die Gründe für die sinkenden CO2-Emissionen. Wenn man die Landwirtschaft im Gesamten betrachtet, zeigt sich, dass die Rinder- und Schweinebestände sinken. Die deutsche Landwirtschaft hält somit weniger Tiere, dadurch wird viel Treibhausgase eingespart. Folglich resultieren aus den geringeren Tierbeständen auch geringere Ausscheidungen. Das kombiniert mit der bodennahmen Gülleausbringung führt zu weniger Ammoniakverluste und somit weniger Treibhausgasen.

Landwirtschaft ist ihrer Verantwortung bewusst

Die Landwirtschaft wird ihrer Verantwortung für den Klimaschutz gerecht. Die deutliche Unterschreitung der Grenzwerte zeigt, dass der stetige Wandel und der Wille zur Effizienzsteigerung und die Optimierung in der Landwirtschaft erkennbar sind. Es hat sich gezeigt, dass nicht nur in der Theorie, sondern vor allem in der Praxis die Ziele umgesetzt werden müssen. „Durch moderne Technik, Forschung und die Empfehlungen der Ackerbaustrategie, werden diese Ziele erreicht“, erklärt Weigl. „Trotz der Corona-Pandemie hat die Landwirtschaft voll weiter produziert und konnte trotzdem Emissionssenkungen verzeichnen“, so Weigl weiter. Noch mehr Einsparpotential wäre unter anderem durch den Einsatz von biogenen Treibstoffen möglich. Außerdem ist die Landwirtschaft die einzige Branche, die CO2 binden und speichern kann und ist somit Teil der Lösung.

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