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LANDSHUTER SCHLESIER REISTEN IN`S STIFTLAND

Mitglieder, Freunde und Interessierte der Landsmannschaft Schlesien Nieder und Oberschlesien Orts-und Kreisverband Landshut e.V. nahmen Teil an einer Reise in die Oberpfalz, die im Vorfeld vom Vorstandsvorsitzenden Hans J. Kupke und Vorstandsmitglied Wilfried Kahl vorbereitet wurde.  Reiseleiter Hans J. Kupke nahm am Landshuter Busbahnhof in aller Früh die Mitreisenden in Empfang und begrüßte sie herzlich bei noch bedecktem Himmel. Die Klosterstadt Waldsassen, ein Ort mit 7000 Einwohnern war der erste Anlaufpunkt. Im Jahren 1133 gründete Markgraf Diepold III. das Zisterzienser Kloster. Die regen Aktivitäten der Mönche des Zisterzienser Klosters im Nordgau bis weit nach Böhmen hinein verschafften dem jungen Kloster rasch Machtzuwachs und vermehrten seine Bedeutung. Der noch heute gebräuchliche Begriff „Klosterstadt“ erinnert an die Verknüpfung mit der wechselvollen Geschichte des Klosters. Die  Bezeichnung „Stiftland“ leitet sich von der früheren Zugehörigkeit einiger Teilgebiete des Landkreises Tirschenreuth zum Klosterterritorium ab.

Ein Muss war der Besuch in der berühmten Stiftsbibliothek der Abtei. Die Ausstattungspalette ist sowohl künstlerisch als auch inhaltlich einmalig. Lebensgroße Holzfiguren geschnitzt von Karl Stilp, Porträtbüsten von Persönlichkeiten aus der Antike, stattliche Deckengemälde, prachtvolle Bildnismedaillons der griechischen und lateinischen Kirchenlehre, Stuckreliefs mit filigranen Ornamenten, außergewöhnlich reichhaltige Regalschränke und nicht zuletzt sind es die kostbaren Bücher mit ihren gekalkten, weißen Einbänden, die den unvergesslichen Charakter des Raumes prägen.

Der Höhepunkt des Tages stellte die Führung durch die Basilika, eine der prächtigsten Barockbauten Süddeutschlands, dar.  Nach dem Dreißigjährigen Krieg war die Kirche eine der wirklich anspruchsvollsten Neubauten und, neben dem Passauer Dom, der größte Sakralbau Bayerns. Abt Martin Dallmayr (1612 – 1690) initiierte den Bau, vollendet wurde er von Abt Albert Hausner (1690 – 1710). Beide holten die berühmtesten Künstler wie: Abraham Leuthner, Georg und Christoph Dientzenhofer, Karl Stilp, um nur einige zu nennen.

In der Klostergaststätte war für die Schlesier gegen Mittag eine lange Tafel gedeckt, und es wurden Speisen von Schweinsbraten bis Fisch kredenzt.

Der Naturgarten des Klosters war die nächste Station. Geführt von einem Mitarbeiter des Gartens wurde man hier über die verschiedenen Kräuter und ihre gesundheitsfördernde Wirkung aufgeklärt. Sehenswert war das „andersgestaltete“ neue Holzhaus mit seiner Bienen-Sauna. Dort konnte man sich über das Leben und die Bedeutung der Bienen informieren. Im Laden mit eigenen Erzeugnissen erwarb der Eine oder Andere ein Mitbringsel.

Zum Abschluss des Tages ging es weiter zur Besichtigung und Führung durch die Wallfahrtskirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit Kappl, ca. acht km außerhalb von Waldsassen. Kappl, mit ihrer besonderen Bauweise (dreischiffig) stellt eine einmalige Sehenswürdigkeit dar und ist eine der bekanntesten Bauwerke Dientzenhofers. Der Rosenkranzweg mit seinen fünfzehn Stationen stellt außerdem eine Besonderheit für Kunstkenner und Pilger dar.

Bei der Wallfahrtskirche befindet sich eine gutgeführte Gaststätte, wo die Wirtin selbstgebackene Kuchen und hausgemachte Gerichte bereit hielt und die Wallfahrer noch einmal zur Brotzeit einlud.

Einige Reisende absolvierten noch einen kleinen Verdauungsspaziergang bevor man, jetzt bei sonnigem Wetter, die Heimreise wieder antrat.

 

 




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