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LANDSHUTER KUNSTMALER TONI BERKL WURDE 90 – Schon mit 14 Jahren ein kleiner Künstler

LANDSHUTER KUNSTMALER TONI BERKL WURDE 90

Schon mit 14 Jahren ein kleiner Künstler

 

Toni Berkl wurde am 4. Dezember 1928 in eine Münchner Beamtenfamilie hineingeboren. Aufgewachsen ist er in der Äußeren Prinzregentenstraße. Schon mit vierzehn Jahren stand für Toni fest, einmal Kunstmaler zu werden. Leider kam der 2. Weltkrieg dazwischen, das hieß auf Hinweis von seinem Vater nach diesem Krieg zuerst einen Brotberuf zu wählen, bevor der Besuch einer Kunstakademie in Frage käme. Nach Abgang von der 7. Klasse besuchte Toni Berkl eine Wirtschaftsaufbauschule und erlernte danach den Beruf eines Dekorateurs.

Immer mit dem Gedanken an seine Ausbildung als Kunstmaler, nahm Berkl zwei Jahre lang an einem Vorbereitungskurs bei Oswald Malura, für die Aufnahme in die Kunst-Akademie teil. Der Tod seines Vaters machte Toni einen Strich durch die Rechnung. Er konnte aus finanziellen Gründen diese Ausbildung nicht weiterführen und somit war der Traum des Besuches einer Kunst-Akademie ausgeträumt.

Eine Umschulung brachte Toni eine Ausbildung als Tiefendruckretuscheur. Mit diesem Beruf bekam er eine Anstellung bei dem Verlag Gruner und Jahr in München. In seiner Freizeit war der Berkl Toni weiterhin bestrebt, ganz autodidaktisch seine Ausbildung als Künstler der Malerei, voranzutreiben. Dabei half ihm auch der Beitritt in die Kunstmaler-Vereinigung (KVD) in Dachau.

Die Künstlervereinigung Dachau – eine der letzten selbständigen Künstlervereinigungen Bayerns – entstand Anfang des 20. Jahrhunderts aus der damaligen Künstlerkolonie Dachaus. Heute ist die KVD ein von Stadt und Landkreis Dachau unterstützter gemeinnütziger Verein mit ca. 50 aktiven Mitgliedern und etwa ebenso vielen Fördermitgliedern. Hier konnte sich Toni mit Kolleginnen und Kollegen künstlerisch austauschen und sich bei Ausstellungen des Vereins, mit seiner Art von Kunstmalerei darstellen und einbringen.

Im Jahre 1971 war ein gewisser Wendepunkt in seinem Leben zu verzeichnen. Er heiratete die verwitwete Landshuter Unternehmerin Theresa Sondershaus. Sie brachte zwei Söhne mit in die Ehe. Eine Tochter aus dieser Ehe gesellte sich dazu, auf die Toni sehr stolz ist, da sie bei einer Landshuter Hochzeit von den Landshuter Förderern zur polnischen Königstochter Jadwiga auserkoren wurde.

Der Verlag Gruner und Jahr brach seine Zelte in München ab und verlagerte sie ganz nach Hamburg. Das kostete Toni seinen Arbeitsplatz. Er fand alsbald eine Beschäftigung als Gruppenleiter für Behinderte in der Lebenshilfe Landshut. Während dieser Zeit bis zu seiner Verrentung und besonders danach, war Berkl äußerst aktiv und produktiv in seiner Kunst. Viele Ausstellungen mit seinem Landshuter Künstlerkollegen Werner Pauli speziell in Landshut, waren immer ein Höhepunkt in der Landshuter Kulturlandschaft. Berkl Toni hat durch seine Verbindungen zur Dachauer Künstlergilde weiterhin auch Ausstellungen in Dachau und Umgebung mit seiner Kunst bereichert.

In seiner Rentnerzeit hatte Toni die Gelegenheit mit seinem Künstlerfreund Pauli Reisen nach Frankreich speziell nach Burgund, Teneriffa und Lanzarote zu reisen, um gerade dort in diesen einzigartigen Naturlandschaften Bilder aufzunehmen und sie auf Leinwand zu bannen. Sein Malstil veränderte sich in dieser Zeit ständig.

Leider stellte sich in seiner Rentnerzeit eine Erkrankung der Augen ein. Fast schon erblindet malt er weiter. Besonders für seine Enkel und Urenkel bringt Toni ihre Wünsche auf die Leinwand, sind es Wünsche nach einem Dschungel oder Tiere, die sich in der Natur aufhalten.

 

-hjl-

 

Bilder aus Toni Berkels Mal-Kunst in seiner Entwicklung

 

Fotos: h.j.lodermeier

 

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