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LANDSHUTER KRIEGERDENKMAL IN NEUEM GLANZ — Nach langem Hin und Her im Landshuter Stadtrat endlich restauriert

LANDSHUTER KRIEGERDENKMAL IN NEUEM GLANZ

Nach langem Hin und Her im Landshuter Stadtrat endlich restauriert

 

 

Seit kurzem können die Landshuter Bürgerinnen und Bürger die „Deutsche Eiche“ Wilhelm Lechners in der Neustadt in vollem Glanze wieder bestaunen.

Das Denkmal wurde am 24. Juni 1928 unter Teilnahme von Honoratioren der Stadt sowie der in Landshut stationierten Truppen der Reichswehr in der Landshuter Neustadt eingeweiht. Anlässlich dieser Veranstaltung gestaltete der Künstler ein dem Zeitgeist entsprechendes „Erinnerungsblatt“, das gleichzeitig das Programm der Skulptur in Worte fasst.

Das Denkmal ist sämtlichen 2.091 aus Landshut stammenden bzw. dort vor und während des Ersten Weltkriegs stationierten gefallenen Soldaten gewidmet. Den Entwurf lieferte der aus Oberammergau stammende Bildhauer Wilhelm Lechner, dessen Arbeit im Zuge eines Wettbewerbs aus 164 Einsendungen ausgewählt worden war. Die Landshuter Zeitung feierte das Denkmal anlässlich seiner Enthüllung als „eine der größten Bildhauerarbeiten der Nachkriegszeit“ und als „eine Schöpfung von solcher Kühnheit, dass sie allgemeines Interesse beanspruchen darf. Der Künstler selbst war als Lehrer an der Oberammergauer Schnitzschule tätig und von 1938 bis 1945 ihr Direktor. Bereits Anfang der 1920er Jahre war er Mitglied des Bundes Oberland, seit 1930 der NSDAP und für diese ab 1933 im Gemeinderat Oberammergaus. Wegen seiner politischen Tätigkeit wurde er nach 1945 von den Alliierten interniert. Er verstarb 1977 im Alter von 87 Jahren in Kempten.

Das Denkmal wurde am 24. Juni 1928 unter Teilnahme von Honoratioren der Stadt sowie der in Landshut stationierten Truppen der Reichswehr in der Landshuter Neustadt eingeweiht. Anlässlich dieser Veranstaltung gestaltete der Künstler ein dem Zeitgeist entsprechendes „Erinnerungsblatt“, das gleichzeitig das Programm der Skulptur in Worte fasst.

 

 

Die „Deutsche Eiche“ Wilhelm Lechners

Das Denkmal selbst stellt einen auf einem dreistufigen Sockel aufgesetzten Steinblock dar, der einerseits als Inschriftenort fungiert, andererseits durch einen auf der Nordseite im Relief dargestellten toten Soldaten zum Sarkophag erklärt wird. Diesen umschling zudem ein Schriftband mit den Worten „FUERS VATERLAND“. In diesem Steinsarg wurzelt die „Deutsche Eiche“, ein verstümmelter und durch Scharten und Kerben verletzter Baum, der allerdings bereits wieder junge Triebe zeigt. Dieser steht offensichtlich für das durch den Versailler Vertrag verstümmelte Deutsche Reich. Dem Stamm entwachsen drei Figuren, die ihrerseits wiederum auf die Inschriften auf den Außenseiten des Sargdeckels bezogen sind. Obenauf steht, gefesselt und mit Pfeilen durchbohrt, der Stadtheilige Sebastian, der Patron der Sterbenden und Soldaten.

Die zuunterst aus dem Stamm wachsende Figur zeigt einen Jüngling, der mit ernstem und traurigem Blick einen Schild mit dem Wappen Landshuts in Händen hält. Entsprechend dem Text des Erinnerungsblatts von Wilhelm Lechner wendet sich die Figur an die junge Generation.

 

Quelle: Wikipedia

 

Fotos: h.j.lodermeier

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