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LANDSHUTER KOSMETIKERIN PLÄDIERT FÜR ANERKENNUNG DES MEISTERBRIEFES AUCH IN DEUTSCHLAND – Eva Artner begrüßt Änderungen in ihrer Branche

LANDSHUTER KOSMETIKERIN PLÄDIERT FÜR ANERKENNUNG DES MEISTERBRIEFES AUCH IN DEUTSCHLAND

Eva Artner begrüßt Änderungen in ihrer Branche

 

Eva Artner ist Kosmetikmeisterin, Kosmetikausbilderin, Ausbilderin für Elektroepilation, IPL & Laser, Elektroepilatorin, Sachverständige im Bereich Kosmetik und arbeitet seit 35 Jahren nach europäischer Norm.

 

Am 19.10.18 hat der Bundesrat bestimmt, dass endlich die Gewerbebetreiber im Kosmetikbereich Prüfungen ablegen müssen (NiSV). Es müssen nun also alle, die im kosmetischen Bereich mit nicht ionisierender Strahlung arbeiten, mindestens eine Fachprüfung ablegen. Bisher war der Beruf Kosmetiker/in weder anerkannt noch geschützt und war keinen oder wenigen Regeln unterworfen!

 

Rückkehr zur Meisterpflicht – Die Politik hat das Problem erkannt – Erhebliche Schäden und frustrierte Kunden — Unternehmerpleiten

Die Meisterpflicht war 2004 für 53 Gewerke weggefallen. „Weniger Meister bedeuten weniger AZUBIS.“ Das Fundament mancher Branchen geht verloren. Viele Vertreter und Vorsitzende der diversen Fachverbände des Handwerks sind zuversichtlich, den Meisterbrief wieder auf mehr Branchen ausdehnen zu können. Mittelstandspolitiker wie Carsten Linnemann (CDU) setzt sich für eine Korrektur von Fehlentwicklungen ein. „Heute müssen wir leider feststellen, dass in einigen Branchen in denen die Meisterpflicht gestrichen oder noch gar nicht vorhanden sei, erhebliche Schäden jeglicher Art entstehen, frustrierte Kunden erzeugt werden und folglich viele Unternehmer-Pleiten entstehen.“

 

Ministerpräsident Markus Söder: „Es ist doch ein Unterschied, ob man im Beruf zum Meisterbrief aufsteigen kann und mit dem Meisterbrief quasi geadelt wird oder immer nur auf der Stelle tritt.“

 

Eva Artner, Ausbilderin für Elektrokosmetik, Elektroepilation, wird bei ihrer Arbeit durch Lehrer unterstützt, die den Auszubildenden im Bereich Physik, Chemie, Hygiene umfassende Kenntnisse vermitteln. Die gesamte Ausbildung ist nach den geltenden pädagogischen Kriterien ausgerichtet. Es gibt leichtere Wege in dieser Branche Fuß zu fassen, aber mit fundierter Ausbildung und mit Ablegung einer Fachprüfung sei es sicher leichter, eine Anstellung als Fachkraft zu finden oder gar als Selbständige und Selbständiger zu arbeiten.

 

Zum Beispiel: In einem Lernmodul von 40 X 45 Minuten kann man die Anwendung von Hochfrequenz-Geräten erlernen. Dieses Lernmodul wird Pflicht für die Anwendung von Hochfrequenzgeräten.

Das Lernmodul beinhaltet:

Gesetzliche Grundlagen – Anatomie und Physiologie – Physikalische Grundlagen über hochfrequente elektromagnetische Felder – Biologische Wirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern – Behandlungsparameter und Geräteeinstellungen – Grundlagen Gerätetechnik zum Einsatz von elektromagnetischen Feldern – Kontraindikationen, Risiken und Nebenwirkungen – Schutzbestimmungen und –Maßnahmen – Kombinationsgeräte – Anwendungsplanung, Aufklärung von Personen und Dokumentation – Übungen – Selbständige Durchführung von unterschiedlichen Anwendungen unter fachärztlicher Aufsicht  – Prüfung.

 

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dringt auf eine Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen und warnt vor Marktverzerrungen.

„Wir können nicht jeden wild drauflos arbeiten lassen“, sagte Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Eine Wiedereinführung der Meisterpflicht in bisher zulassungsfreien Gewerken, werde zu mehr Wettbewerbsgerechtigkeit und fairen Marktbedingungen führen. Im Handwerk gebe es eine zunehmende Zahl von Solo-Selbstständigen, dies führe zu massiven Problemen. Immer mehr Kunden kritisieren die mangelnde Arbeitsausführung dieser Solo-Selbständigen.

Eva Artner bemängelt, dass in ihrer Branche viele unterwegs sind, die nicht genügend ausgebildet seien. Viele bezeichnen sich als Kosmetiker/in, sind aber dafür gar nicht ausgebildet worden. „Und die liefern natürlich nicht immer die Qualität ab, wie sie sein sollte. Das schädigt den Ruf des Kosmetikers/in und der Kosmetikbranche insgesamt“, so die Kosmetik-Meisterin.

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier

 

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