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Landshut und Mühldorf einer der Schwerpunkte im Pandemieeinsatz des Bundeswehrsanitätsdienstes

Angehörige der Klinikleitung, der Bundeswehr sowie der Landrat des Landkreises Landshut, Peter Dreier (Bildmitte) sprechen u. a. im Krankenhaus Landshut-Achdorf über ihre Erfahrungen bei der Pandemiebewältigung. (Bundeswehr/Kieron Kleinert)

Die Bundeswehr ist mit medizinisch ausgebildetem Personal weiter im Pandemieeinsatz. In Landshut und Mühldorf am Inn sind Angehörige des Sanitätslehrregiments im Einsatz. Vertreter von Militär und Politik verschaffen sich einen persönlichen Überblick.

Die Entwicklung der Corona-Infektionen in der Region Landshut mit anhaltend hohem Infektionsgeschehen belastet weiterhin die örtlichen Kliniken. Seit Monaten ist das medizinische Personal dort im Dauereinsatz. Um die umfangreiche Notfallversorgung weiter gewährleisten zu können, wurde die Bundeswehr um Hilfe gebeten.

In enger Abstimmung zwischen Klinikleitungen, Landratsamt, Stadtverwaltung und Landeskommando Bayern sowie der Sanitätstruppe der Bundeswehr wurden binnen weniger Tage drei Amtshilfeanträge bewilligt. Zusätzlich zu den Helfenden Händen unterstützen medizinisch ausgebildete Bundeswehrsoldatinnen und –soldaten des Sanitätslehrregiments aus Feldkirchen in drei Krankenhäusern der Region. Sechs Regimentsangehörige sind im oberbayerischen Landkreis Krankenhaus Mühldorf am Inn im hiesigen Krankenhaus im Einsatz. In Landshut werden das Klinikum der Stadt Landshut mit neunzehn und das LAKUMED-Krankenhaus Landshut-Achdorf mit sechs Sanitätssoldatinnen und –Soldaten unterstützt. Für das Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung sind die Regionen Landshut und Mühldorf am Inn neben Mitteldeutschland der aktuelle Schwerpunkt bei der Amtshilfeleistung.

Für Generalarzt Dr. Bruno Most, stellvertretender Kommandeur Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, ist der Leitspruch Wir.Dienen.Deutschland im Pandemieeinsatz für alle erfahrbar. (Bundeswehr/Kieron Kleinert)

Der stellvertretende Kommandeur der Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, Generalarzt Dr. Bruno Most, besuchte jetzt die Soldatinnen und Soldaten vor Ort: „Militärisch ausgedrückt befinden sich die medizinischen Einrichtungen seit über einem Jahr im Pandemiekrieg. Man muss das so drastisch formulieren, damit die Belastung des Personals deutlich wird.“ beschreibt der Generalarzt die Situation. Aus diesem Grunde unterstütze der Sanitätsdienst der Bundeswehr nach Kräften, um wo immer möglich, Entlastung herbeizuführen, und Luftholen zu ermöglichen. „Wir müssen priorisieren und setzen in der Regel einen Mix verschiedener Qualifikationen ein, da auch unser Pflegepersonal limitiert ist.“, so Most weiter. „Es hat sich bewährt, Rettungs- und Notfallsanitäter zusammen mit medizinischen Pflege- und Intensivfachkräften einzusetzen.“ Möglicherweise könne man über diese Lösung, Rettungssanitäter breiter einzusetzen, generell nachdenken, um das zivile Gesundheitssystem resilienter zu machen.

Generalarzt Dr. Most (Bildmitte) und Brigadegeneral Hambach (rechts). (Bundeswehr/Kieron Kleinert) erhalten auch im Krankenhaus Mühldorf am Inn sehr positives Feedback vom Einsatz der Soldatinnen und Soldaten.

Ebenfalls vor Ort ist der Kommandeur des Landeskommandos Bayern, Brigadegeneral Thomas Hambach. Über seinen Tisch laufen alle Amtshilfeanträge. Sein Augenmerk liegt auf dem Einsatz der Helfenden Hände, also einer medizinisch nicht ausgebildeten Truppe, die einfache Tätigkeiten übernimmt und Fachpersonal damit für andere Aufgaben freisetzt. „Ich bin stolz auf die Leistung unserer Soldatinnen und Soldaten.“ Für General Hambach hat sich die Ausbildung und Führungsphilosophie der Bundeswehr im Kriseneinsatz einmal mehr bewährt. Er weist aber auch darauf hin, dass es sich um eine zeitlich befristete Amtshilfe handeln muss, die keine Daueraufgabe für die Streitkräfte sein könne.

Viel Anerkennung erfahren die Soldatinnen und Soldaten von den Klinikleitungen sowie der Politik. Disziplin, Motivation und Flexibilität zeichneten die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden aus.

Oberfeldwebel Laura Jonas vom Sanitätslehrregiment schildert Generalarzt Dr. Most ihre Eindrücke im Klinikum Landshut und ist über die gute Aufnahme und unkomplizierte Integration in das Stationsteam begeistert. (Bundeswehr/Kieron Kleinert)

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