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KURASCHIERTE LANDSHUTER BÜRGERINNEN UND BÜRGER HELFEN DER POLIZEI — Belobigung in der Polizeistation

KURASCHIERTE LANDSHUTER BÜRGER HELFEN DER POLZEI – Belobigung in der Polizeistation

 

Der Pressesprecher der Landshuter Polizeistation, Hauptkommissar Stefan Scheibenzuber mit seinem Chef, dem Leiter der Polizeistation Direktor Helmut Eibensteiner luden sechs kuraschierte Bürger Landshuts mit ihren Angehörigen zu sich ein, um ihnen zu danken für ihre Mithilfe, kriminelle Personen dingfest zu machen. Dieses Jahr wurden bereits in einer Veranstaltung am 27. Juli schon zehn Personen für ihre Mithilfe geehrt und mit einem kleinen Geldbetrag für ihr besonderes Verhalten geehrt und belohnt.

Wie Stefan Scheibenzuber erklärte, geht es hier nicht um ein Weihnachtsgeschenk der Polizei, sondern es geht darum, Menschen mit Courage auszuzeichnen. Er bezeichnete die Mithelfer als kleine Helden des Alltags. Dafür möchte die Polizei danke sagen und die zu ehrenden Personen aus der Anonymität herausholen und verdeutlichen, dass es nicht selbstverständlich sei, im alltäglichen Leben immer großen Mut zu zeigen.

Polizeidirektor Eibensteiner betonte in seiner kurzen Ansprache, dass es ohne den Bürger nicht möglich wäre, die Aufklärungsquote durch die Polizei so erfolgreich zu gestalten. „Wir können nicht überall sein“, bemerkte Helmut Eibensteiner, und wir sind froh darüber, den Bürger in die Aufklärung von Verbrechen miteinbeziehen zu können. Die Arbeit der Polizei wird dadurch erheblich erleichtert und die Aufklärungszeit dadurch extrem verkürzt wird, wenn gleich die Bürgerinnen und Bürger immer mehr gerne auch wegschauen.

Hauptkommissar Scheibenzuber gab einen Einblick in die kuraschierten Aktionen der “Mithelfer”.

Fall1:

Herr Awadala Abumathane aus Landshut/Achdorf hat am Donnerstag, den 18. Februar in den Nachmittagsstunden um 14:40 Uhr in Ergolding einen flüchtenden Unfallverursacher, einen 55-jährigen Mann aus Landshut, in der Moosfeldstraße mit seinem Auto verfolgt und das Auto mit Kfz-Nr. mit seinem Handy aufgenommen. Er informierte sofort die Polizei, die den Täter weiter verfolgte und in seiner Wohnung antraf. Die Blutprobe, die von den Beamten veranlasst wurde, ergab einen Wert von 3 Promille Alkohol.  Der Führerschein war damit weg. Leitender Polizeidirektor Eibensteiner bedankte sich bei  Herrn Abumathane mit  einer Urkunde und einem Geldbetrag von 50 Euro.

Fall2:

Herr André Kunze ertappte einen Mann am Montag, den 11. April um 13:40 am Dreifaltigkeitsplatz   beim Stehlen von Kleidungsstücken vor einer Boutique. Er verfolgte die flüchtende Person, stellte ihn und hielt ihn so lange fest, bis die Polizei eintraf. Es stellte sich heraus, dass es ein polizeibekannter Drogenkonsument war. Für dieses kuraschierte Benehmen, bekam André Kunze ebenfalls eine Belobigung versehen mit einem Geldbetrag von 50 Euro.

Fall3:

Am Montag, den 13. Juni 2016 um 1:30 Uhr beobachtete Frau Gabriele Häusler eine verdächtige Person, die um abgestellte Lastwägen in der Sportplatzstraße herumschlich. Frau Häusler ist dort Anwohnerin und konnte in dieser Nacht nicht recht schlafen. Sie hörte verdächtige Geräusche aus der gegenüberliegenden Straße, wurde misstrauisch und verständigte die Polizei. Bei der Überprüfung der Person stellten die Beamten fest, dass diese einen Tankdeckel aufgebrochen hatte und es lief Diesel in einen bereitgestellten Kanister. Außerdem waren bereits drei volle Kanister im Auto-Kofferraum des Täters abgestellt. Dank Frau Häusler konnte der Dieselräuber, einen ebenfalls der Polizei bekannter Mann aus dem Landkreis, auf frischer Tat ertappt werden. Belobigung und der übliche Geldbetrag gingen ebenfalls an Gabriele Häusler.

Fall4:

Die nächsten drei Personen, Frau Karina Heigl, Gabriele Ostermeier und Rolf Berendt, bekamen jeweils 100 Euro mit Belobigung für eine außergewöhnliche mutige Hilfe für die Polizei. Eine Schlägerbande, bestehend aus vier Jugendlichen sind über einen längeren Zeitraum unterwegs gewesen, um unbescholtene Bürger brutal nieder zu schlagen. Am Dienstag, den 10. 5. Um 21:45 Uhr  wurde eine Person in der Flutmulde so schwer attackiert, dass man um sein Leben fürchten musste. Am Boden liegend, wurde die Person von diesem Schlägertrupp bearbeitet, sogar starke Schläge auf den Kopf musste das Opfer erleiden. Zu diesem Zeitpunkt joggten Karina Heigl und Rolf Berendt in der Flutmulde und kamen zu diesem Geschehen. Sie sind, Gott sei Dank, nicht weggelaufen, sondern haben die Täter angeschrien, was sie hier Gewalttätiges machen. Rolf Berendt, angestellt im Klinikum Landshut, kümmerte sich sofort um den Mann am Boden, der bereits durch die Schläge auf den Kopf epileptische Anfälle hatte. Karina Heigl verständigte die Polizei. Mit Reanimationen konnte Herr Berendt „seinen Patienten“ am Leben erhalten. Die Täter flüchteten in Richtung Stadt. Durch die Achtsamkeit von Frau Gabriele Ostermeier, die in der Hans Wertinger-Straße wohnt, konnten die Täter, nachdem sie in der Schlachthofstraße einen weiteren 34-jährigen Fußgänger zusammengeschlagen hatten, gestellt werden. Die Täter, ein 18-jähriger Haupttäter aus Landshut , ein18-jähriger und ein 17-jährigen Täter aus Landshut sowie ein 17-jähriger Mittäter aus Ergoldsbach, alle arbeitslos und bereits schon vielfach der Polizei aufgefallen. Sie sind inzwischen bereits abgeurteilt. Der Hauttäter bekam 6 Jahre Haft für seine vielen brutalen Taten.

 

h.j.lodermeier

 

 

 




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