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Konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS)

Konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) am 30.09.2014

 

Landrat Thomas Ebeling ist neuer Chef beim ZMS

 

Nach den Neuwahlen des Verbandsvorsitzenden und seiner drei Stellvertreter widmete sich die Verbandsversammlung, die aus den von den Mitgliedergebietskörperschaften entsandten Verbandsräten einer umfangreichen Tagesordnung mit 15 Punkten.

Die Stadt Landshut war durch den Oberbürgermeister und die beiden Stadträte Hedwig Borgmann und Rudolf Schnur vertreten.

Besonders interessant für die Landshuter Bürger sind folgende Erkenntnisse:

 

  1. Die Gründung eines Zweckverbandes Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf (ZTKS) wurde bekanntgegeben und der Beitritt der ZMS beschlossen. Hintergrund für diesen Schritt ist der Umstand, dass die Ausbringung von Klärschlamm auf den Feldern wie bisher nicht mehr verantwortbar erscheint. Zu viele Inhaltsstoffe wie Schwermetalle, Krankheitserreger und Arzneimittelrückstände mit deren unerwünschten „Nebenwirkungen“ zwingen die Kläranlagebetreiber dazu, neue Entsorgungswege zu gehen. Das Regionalmanagement des Landkreises Schwandorf hat diesen Schritt koordinierend vorbereitet.

Der große Vorteile bei diesem Vorgehen liegt in der Nutzung bereits vorhandener Abwärme der ZMS, die für die Klärschlammtrocknung verwendet werden kann. Die energetische Nutzung des getrockneten Klärschlamm – als Ersatz für Kohle – ergänzt die wirtschaftlichen Vorteile mit den ökologischen Vorzügen.

Oberbürgermeister Hans Rampf und Stadtrat Rudolf Schnur waren sich einig, dass die in Schwandorf eingeschlagene Richtung auch für Landshut Vorbild sein könnte. Man kam überein, dass mit anderen Gebietskörperschaften mit Erfahrung in der Entsorgung von Klärschlamm Kontakt aufgenommen werden sollte. Da auch der Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr, der zum Stellvertretenden Verbandsvorsitzenden gewählt wurde, anwesend war, nahm Schnur die Gelegenheit wahr um sich über seine Erfahrung bei der energetischen Nutzung in Straubing zu informieren.
Man kam überein, anhand der Zahlen eine Zusammenarbeit zu prüfen.

 

  1. Erfreulich für die Bürger der Stadt Landshut ist der Umstand, dass sich erneut eine Erstattung durch die Endabrechnung für das Jahr 2013 ergibt. Konkret ist es ein Betrag von rund 58.000 Euro, der die Müllgebühren in Landshut stabil halten wird.
  2. Die Gesamtmüllmenge, die vom ZMS im Jahr 2013 verwertet wurde, beträgt 292.349,51 t, dafür war ein Aufwand von über 26 Millionen Euro nötig. Daraus ergibt sich ein Entsorgungsentgelt pro Tonne in Höhe von 91,28 Euro / t.

Die Verbandsversammlung nahm erfreut zur Kenntnis, dass eine neue Studie von Prof. Peter Quicker von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, zusammengefasst aussagt: „Die Verbrennung ist für die Entsorgung des Restmülls faktisch alternativlos.“




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