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KLINIKUM SCHREIBT WIEDER SCHWARZE ZAHLEN — Trotz 1,1 Mio Plus wieterhin ein Sanierungsfall

Klinikum schreibt wieder schwarze Zahlen

Noch vor drei Jahren sahen die Zahlen im Klinikum Landshut alles andere als rosig aus.

Mit einem Defizit von 9,1 Millionen Euro übernahm damals im Dezember 2013 Nicolas von Oppen die Führung des sanierungsbedürftigen Hauses. Durch sein konsequentes und mitarbeiterorientiertes Management schreibt das Klinikum Landshut jetzt wieder schwarze Zahlen. Mit einem Plus von 1,1 Millionen Euro wurde das Geschäftsjahr 2016 abgeschlossen. Im letzten Jahr verzeichnete das Klinikum noch ein Minus von 2,7 Millionen Euro. Über dieses Ergebnis ist der Träger des Klinikums, die Stadt Landshut, äußerst erfreut.

„Es zeigt, dass sich die Investitionen der Stadt Landshut in die wohnortnahe Gesundheitsversorgung lohnen“, so Oberbürgermeister Alexander Putz. Auch im letzten Jahr haben sich wieder mehr Patienten im Klinikum behandeln lassen, was einer Steigerung der Patientenzahl von einem Prozent entspricht. „Das ist dem Einsatz unserer Pflegekräfte und Ärzte zu verdanken, die trotz schwierigster Bedingungen aufgrund personeller Engpässe, der alten Bausubstanz, in Grippezeiten und vielem mehr, höchsten Einsatz für die Patienten bringen“, so Nicolas von Oppen. In den letzten drei Jahren konnten wir viele Themen klären, die 2016 im Jahresergebnis sichtbar wurden. Dazu gehören z .B. viele bislang offene Rechnungen die jetzt eingefordert werden konnten, wichtige Verträge, die neu bewertet und aufgesetzt wurden sowie Verhandlungserfolge, insbesondere mit den Krankenkassen.

Auch die angestoßenen Bauprojekte wie z. B. der Klinikums-Neubau, der mit fast 54 Millionen Euro vom Bayerischen Gesundheitsministerium gefördert wird oder die neuen Personal-Appartements auf dem Klinikums-Gelände sind Meilensteine, die sich positiv auf die Entwicklung des Klinikums auswirken werden. Personal kann damit langfristig gebunden und gewonnen werden, was auch für die stetig steigende Anzahl der Patienten erforderlich ist. So wurden im letzten Jahr über 62 neue Mitarbeiter im Klinikum eingestellt. Nicolas von Oppen betont jedoch, dass das Klinikum Landshut weiterhin ein Sanierungsfall sei und so ein positives Ergebnis für die nächsten Jahre nicht zu erwarten ist. Der Wirtschaftsplan für 2017 sieht ein Minus von 4,3 Millionen Euro vor. „Ungünstige gesundheitspolitische Rahmenbedingungen werden uns die nächsten Jahre die wirtschaftliche Situation weiter enorm erschweren“, so von Oppen. „Die Lage bleibt deutlich angespannt“. So steigen z. B. die Personalkosten weiter, während sich die Preise für medizinische Dienstleistungen kaum erhöhen. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben wird nochmals deutlich größer. „Leider bringt die neue Gesundheitsreform ein System der Intransparenz“, so Nicolas von Oppen. Allein für 2017 muss das Klinikum 1,9 Millionen Euro an die Krankenkassen zahlen. Das Geld ist für bereits erbrachte Leistungen des Klinikums, die jedoch nicht im Budget vorgesehen waren.

 

„Unser Ziel muss es daher sein, unsere Organisation und insbesondere die Art und Weise, wie wir im Klinikum Landshut zusammenzuarbeiten, weiter zu verbessern. Natürlich unter der Prämisse die Qualität der Patientenversorgung weiter zu erhöhen“, so Nicolas von Oppen.