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Klinikum: Führungswechsel in der Pflege

Nach 27 Jahren nimmt eine Institution Abschied vom Klinikum Landshut. Günter Krauß-Knab, Leiter des Pflege- und Funktionsdienstes, scheidet zum Ende des Jahres 2014 aus. Nicolas von Oppen, Geschäftsführer des Klinikums, bedauert diese Entscheidung seines Pflegedienstleiters sehr: „Mit Herrn Krauß-Knab verlieren wir eine tragende Säule, die in den vielen Jahren wichtige Weichen für den Pflegedienst gestellt hat. Krauß-Knab  ist seit 1987 für die Führung des Pflegepersonals im Klinikum Landshut verantwortlich – zunächst in Stellvertretung, seit 2008 als Leiter des Pflege- und Funktionsdienstes. Damals kam er aus dem Stadtkrankenhaus Worms nach Landshut, um als stellvertretende Pflegedienstleitung tätig zu werden. Das Klinikum Landshut an der Robert-Koch-Straße hatte gerade sein neues Bettenhaus in Betrieb genommen. Weitere umfangreiche Baumaßnahmen standen bevor wie z. B. die Erweiterung des Funktionsbaus im nördlichen Teil des Klinikums und die Sanierung des Altbestandes. Maßgeblich beteiligte sich Krauß-Knab damals an der Zusammenlegung von drei dezentralen Operations-Einheiten zu einer Abteilung. Ergebnis war ein effizient aufgebauter Zentral-OP, in dem alle Disziplinen genügend Raum fanden und unter optimalen Bedingungen die Patienten versorgen konnten. Das Wohlergehen seiner Mitarbeiter und damit der Patienten lag ihm dabei immer am Herzen. „Stets hat er sich für die Belange seiner Mitarbeiter eingesetzt, auch oftmals entgegen aller Widrigkeiten. Im Mittelpunkt stand immer der Patient und Mitarbeiter“, bedauert von Oppen seinen Weggang.

2004 entstand ebenso unter Krauß-Knabs Federführung aus der ehemaligen chirurgischen Ambulanz die interdisziplinäre Notaufnahme als zentrale Anlaufstelle für die Patienten. Darüber hinaus gehörten zu den wichtigsten Anliegen von Krauß-Knab seit Anbeginn die konsequente Personalentwicklung und Weiterbildung des Pflegedienstes. Schwerpunkt seiner Arbeit war daher u. a. die Spezialisierung des Pflegedienstes, z. B. in der Onkologie, in der Neurologie und in der OP-Pflege. Aufgrund seines Engagements  verfügt das Klinikum heute über hochqualifizierte und spezialisierte Fachpflegekräfte, insbesondere in der Stroke-Unit, im OP-Management, für die Behandlung von Krebspatienten  sowie spezielle Fachkräfte für die Notaufnahme.

Darüber hinaus war er Wegbereiter des Qualitätsmanagements (QM) im Klinikum. 2004 wurde er zum Qualitätsmanagementbeauftragten im Klinikum ernannt und führte sukzessive das QM ein. In dieser Zeit wurden erstmalig das Darmzentrum, das Prostatakarzinomzentrum, die Nuklearmedizin, die Radio-Onkologie, die Physikalische Therapie und die Endoskopie zertifiziert. Gleichzeitig entstand ein zentrales Qualitäts-Handbuch für das Klinikum.

Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Rudolf Burger baute er konsequent das elektronische Informationssystem für die Pflege aus, führte Stationsarbeitsplätze und  die elektronische Pflegeanamnese ein.  Von größter Bedeutung war ebenso die Einführung eines elektronisch gesteuerten Hol- und Bringe-Dienstes im Patiententransport sowie die elektronische Menü-Wunschabfrage, was zu einer enormen Entlastung des Pflegepersonals führte.

Für sein großes Engagement über so viele Jahre dankte von Oppen Krauß-Knab herzlich. „Wir hoffen sehr, einen geeigneten Nachfolger für Herrn Krauß-Knab zu finden, denn die Fußstapfen, die er hinterlässt, sind groß‘“, so von Oppen. Kurzfristig konnte Angelika Alke für die kommenden sechs bis neun Monate als Interims-Leitung des Pflege- und Funktionsdienstes im Klinikum gewonnen werden. Alke arbeitet bereits seit 1980 im Management von Krankenhäusern mit verschiedenen Trägerstrukturen, zuletzt als Pflegedirektorin der Städtischen Kliniken Köln. Zu Ihren Schwerpunkten gehören die Weiterentwicklung von Pflegeprozessen sowie Personalführung, -coaching und -entwicklung in der Pflege.

 




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