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Klare Steigerung beim 1:3 gegen Potsdam: „Darauf können wir aufbauen!“

Das war eine Leistung, die Mut macht! Nach schwierigen Wochen zeigten die Roten Raben beim Bundesliga-Heimspiel gegen Supercup-Gewinner SC Potsdam eine klare Formsteigerung, auch wenn sich diese beim 1:3 (25:23, 20:25, 17:25, 17:25) nicht in einem Punktgewinn niederschlug. Zwei Sätze lang präsentierten sich die Schützlinge von Cheftrainer Florian Völker vor 458 Fans in der Ballsporthalle gegen die in dieser Saison noch unbesiegten Brandenburgerinnen auf Augenhöhe und auch in den Sätzen 3 und 4, die vom Ergebnis her unter Wert verloren gingen, absolut konkurrenzfähig.

Diesmal mit Dayana Segovia auf der Diagonalposition, dazu wie zuletzt mit Zuspielerin Wilma Rivera, den Außenangreiferinnen Channon Thompson und Suvi Kokkonen, Yeisy Soto und Britte Stuut im Mittelblock sowie Kirsten Knip als Libera legten die Gastgeberinnen los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Über 4:1 und 8:5 ging’s im Eiltempo zum 19:13. Ganz viel Energie, beste Körpersprache und sehr ansehnliche spielerische Akzente waren die Vilsbiburger Zutaten für einen Start, den der Favorit so offensichtlich nicht erwartet hatte. Potsdam zeigte jedenfalls Wirkung, glich zwar mit einem Zwischenspurt zum 19:19 aus, aber die Raben blieben stabil und holten sich den 1. Satz so knapp wie verdient mit 25:23.

In dieser Tonart ging’s im 2. Durchgang zunächst weiter, bei 5:1 brauchte Gästecoach Guillermo Hernandez schon wieder eine Auszeit. Die Raben zogen bis auf 8:3 davon, ehe der SCP Tempo und Intensität deutlich erhöhte, was bei 12:12 zum Ausgleich führte und wenig später zum 13:16. Doch Vilsbiburg wehrte sich seinerseits vehement, egalisierte bei 16:16, musste jedoch ab 18:18 allmählich abreißen lassen – am Ende hieß es 20:25.

Die Geschichte des 3. Satzes: Potsdam brachte seine hohe Qualität zusehends kompromisslos aufs Feld, die Raben hielten mit allem, was sie hatten, dagegen – das war in kämpferischer Hinsicht außerordentlich und auch spielerisch oft richtig gut. Dass der Satz über 8:9 und 12:16 deutlich mit 17:25 endete, spiegelte nicht den Eindruck wider, den man angesichts zahlreicher heißer Rallys gewinnen konnte.

Foto: Rote Raben e.V.

Der 4. Durchgang verlief bis zum 12:12 erneut spannend und sehenswert, dann aber kamen die Gäste zu 7 Punkten in Serie – was die Vorentscheidung bedeutete. Aus dem 12:19 wurde letztlich ein 17:25, das SCP-Top-Scorerin Anett Németh (20 Zähler) fixierte. Bei den Raben punktete mit Suvi Kokkonen (13), Dayana Segovia (11) sowie Yeisy Soto und Channon Thompson (je 10) ein Quartett zweistellig. Als MVP wurden zwei Mittelblockerinnen geehrt: bei den Raben Yeisy Soto und bei Potsdam Maja Savic.

Coach Florian Völker war nach dem Match so zufrieden, wie man vor dem Hintergrund einer Niederlage sein konnte: „Wir haben uns deutlich verbessert gezeigt, das war heute sehr wichtig. Gleichzeitig hat gegen ein Top-Team wie Potsdam jede Schwäche und jede kleine falsche Entscheidung Konsequenzen, daraus müssen wir lernen. Insgesamt habe ich viele ordentliche Sachen gesehen, auf denen wir aufbauen können.“

Am kommenden Wochenende, wenn das Viertelfinale im DVV-Pokal über die Bühne geht, macht die Bundesliga Pause. Weiter geht’s für die Roten Raben am Mittwoch, 30. November, in Neuwied, ehe am Samstag, 3. Dezember, das Heimspiel gegen Erfurt folgt.

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