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KLANGZAUBER MIT DEM JUGENDSTREICHORCHESTER

Bildtext: Das Jugendstreichorchester bereitete sich an der Bayerischen Musikakademie in Alteglofsheim fünf Tage lang intensiv auf das Konzert vor.

 

Klangzauber mit dem Jugendstreichorchester

Konzert unter der Leitung von Herbert Gill beginnt am Samstag, 7. März, um19 Uhr

 

Am Samstag, 7. März, ab 19 Uhr findet in der Städtischen Musikschule an der Niedermayerstraße 59 das alljährliche Konzert des Jugendstreichorchesters der Musikschule statt. Herbert Gill, Kulturpreisträger der Stadt Landshut, hat mit seinem jungen Ensemble wieder ein sehr anspruchsvolles Programm erarbeitet.

 

Die fünftägige Probenphase in der Bayerischen Musikakademie Alteglofsheim im Februar nutzte das Orchester für eine intensive Vorbereitung. An unterschiedlichen Spieltechniken, musikalischen und klanglichen Herausforderungen wurde mit großer Disziplin gefeilt. Nun zeigt das Orchester mit Corellis Concerto Grosso op. 6/4 das für den barocken Stil so typische Wechselspiel von „Grosso“ (vierstimmiges Tutti) und „Concertino“ (Solistengruppe). Corelli war der erste Großmeister des Concerto Grosso und Begründer der klassisch italienischen Geigenschule, außerdem war er der bedeutendste Geigenvirtuose seiner Zeit.

In die romantische Tonsprache begibt sich das Ensemble mit Leos Janaceks Idyla (Suite für Streicher). Der tschechische Komponist, befreundet mit Dvorak und klanglich inspiriert von Debussy, gehört zu den Wegbereitern der Neuen Musik. Grundsätzlich komponiert Janacek tonal mit kleingliedriger Motivik und großen Kantilenen. Harmonik und Tonsatz sind von starken folkloristischen Elementen geprägt. Neben seinen bekannten großen Werken wie z.B. „Das schlaue Füchslein“ oder „Aus einem Totenhaus“ schrieb er viele Kammermusiken, Sinfonische Dichtungen und Suiten.

Zum Abschluss entführen Herbert Gill und sein Jugendstreichorchester mit der Streichersuite von John Rutter in eine völlig andere Klangwelt. 1945 geboren, gilt Rutter gegenwärtig als einer der bekanntesten englischen Komponisten von Chor- und Kirchenmusik. Aber auch sinfonische Werke beinhaltet sein Schaffen. Musikalisch kann Rutter der Postmoderne zugeordnet werden. Eine vielschichtige Harmonik und Rhythmik, die auch Jazz-Elemente aufnimmt, und der melodische Erfindungsreichtum, geben Rutters Musik suggestive Kraft.

 

Foto: Stadt Landshut