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KARRIERISMUS MIT ANSAGE? Regionalzeitung wirft Dr. Thomas Haslinger (JL) Etikettenschwindel vor — Kein Gespräch im Vorfeld mit Redaktionsleiter — Fragen von Klartext.LA an Haslinger

  1. Ist die CSU in LA wirklich nachhaltig zerrüttet?

Ganz im Gegenteil. In den letzten Wochen ist von allen Seiten die Bereitschaft zu spüren, die CSU wieder gemeinsam voranzubringen.

Das wird nicht zuletzt auch daran sichtbar, dass meine Bewerbung um den Parteivorsitz nicht nur vom derzeitigen Vorsitzenden Helmut Radlmeier, sondern von Vertretern vieler Gruppierungen wie der Frauen-, Senioren- oder der Jungen Union und auch der CSU-Stadtratsfraktion unterstützt wird. Gemeinsam wollen wir eine gute Politik der CSU für die Bevölkerung umsetzen.

 

  1. Was entgegnen Sie dem Vorwurf, dass Ihre politische Glaubwürdigkeit bereits jetzt Schaden genommen hat?

Davon kann keine Rede sein. Als ich in den Stadtrat gewählt wurde war ich bereits als stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender und Vorsitzender der Jungen Union aktiv. Damit bin ich gegenüber dem Wähler immer offen umgegangen.

Darüber hinaus habe ich mich bis heute in keiner Weise über meine Planungen für die Stadtratsarbeit geäußert, die Presse hat lediglich spekuliert. Daran will ich mich aber nicht beteiligen. Zunächst wollen wir die CSU neu aufstellen. Erst in einem zweiten Schritt werden wir dann gemeinsam entscheiden, wie wir am besten bürgerliche Politik im Landshuter Stadtrat vorantreiben können.

 

  1. Sitzen Sie für die JL oder über die JL im Stadtrat?

Ich habe über die Junge Liste in den Stadtrat gewählt und versuche die Ziele der Jungen Liste im Stadtrat zu vertreten.

 

  1. Es wird behauptet, dass Sie die JL gegenwärtig als lästiges Anhängsel betrachten, trifft dies zu?

Selbstverständlich nicht. Sie ist eine wichtige Komponente der Kommunalpolitik, um jungen Menschen jeglicher Couleur die Möglichkeit zu bieten, sich kommunalpolitisch zu engagieren.

 

   5. Wie bewerten Sie die Behauptung, dass das Verlassen der JL ” politischer Karrierismus mit Ansage“ sei?

Von Anfang an hat die Junge Liste kommuniziert, dass sie jungen Menschen den Sprung in den Stadtrat ermöglichen soll. Sie ist altersmäßig begrenzt. Daher ist es völlig klar, dass jeder nach seiner Zeit bei der Jungen Liste über die Partei kandidieren soll, der er sich nahe fühlt. Bei mir ist das natürlich die CSU. Mitglied des Vereins werde ich auf jeden Fall bis zum Erreichen der Altersgrenze bleiben, da ich die Junge Liste für eine sehr wichtige Institution erachte. An Spekulationen über die Art und Weise der Stadtratsarbeit und mögliche Denkspiele nach der CSU-Neuwahl beteilige ich mich nicht. Hier werden wir in aller Ruhe gemeinsam nach der besten Lösung suchen.

 

  1. Was sagen Sie zu den Anwürfen: „Etikettenschwindel“, „Karrierismus“  und das Absprechen der Richtigkeit Ihres Slogans: “Mit Mut und Ehrlichkeit in die Zukunft“?

Diese Vorwürfe haben mich sehr getroffen. Wir müssen aufhören Ehrgeiz als etwas ehrenrühriges darzustellen. Er ist in der Politik wie überall anders notwendig, wenn man Verantwortung übernehmen und selbst Dinge gestalten will. Das hat nichts mit Karrierismus zu tun – denn Karrieristen beschreiten oft den einfachsten Weg ohne Widerstände und passen sich an.

Von Etikettenschwindel kann keine Rede sein. Bereits ganz zu Beginn war die Intension der Jungen Liste genauso bekannt, wie die jeweilige parteipolitische Zugehörigkeit der einzelnen Personen.

Unser Slogan hat nach wie vor seine Gültigkeit. Denn zur Ehrlichkeit gehört auch dazu auf Veränderungen von Situationen zu reagieren und ihnen mutig und nicht verzagt zu begegnen.

   7. Wurden Sie vor dem Kommentarabdruck selbst zum Thema befragt?

Leider hat der Redaktionsleiter der Landshuter Zeitung mit mir im Vorfeld seines Kommentars das Gespräch mit mir nicht gesucht.

 

Danke für das Interview, Herr Haslinger!