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Karriere als Pflegefachkraft

Die Corona-Pandemie hat es gezeigt: Pflegefachkräfte sind systemrelevant. Wie wichtig soziale Berufe sind, zeigte sich in der Krise. Dennoch sind sie nicht unter den Top 10, wenn es um Berufswahl und Karriereplanung geht. Dabei ist der Beruf als Pflegefachkraft krisensicher und zukunftsorientiert. Gut ausgebildete Pflegefachkräfte können sich ihre Jobs aussuchen. Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken und Altenheime suchen händeringend Fachkräfte. Neben der praktischen Ausübung können Pflegefachkräfte auch gutachterlich oder beratend tätig sein. Mögliche Arbeitgeber sind dann Gesundheitsämter, Krankenkassen und Pflegestützpunkte.

Erfolgsbasis: Ausbildung als Pflegefachkraft

Eine einheitliche Ausbildung zur Pflegefachkraft existiert nicht aufgrund der unterschiedlichen Fachrichtungen. Altenpfleger haben andere Schwerpunkte als Krankenpfleger. Die Ausbildungszeit beträgt in beiden Bereichen drei Jahre. Praxis erhalten Pfleger in ambulanten oder stationären Einrichtungen. Die theoretischen Grundlagen vermitteln regionale Pflegeschulen. Pfleger wachsen in ihre Rolle als Bindeglied zwischen Patient, Arzt, Therapeut und Familienangehörige hinein. Wer sich für den Beruf der Pflegefachkraft entscheidet, benötigt fachliche und soziale Kompetenz. Psychische Stärke und Einfühlungsvermögen sind unabdingbar. Die Arbeit als Pflegefachkraft ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Überstunden, Schichtbetrieb, Wochenend- und Feiertagsdienst gehören zum Alltag. Eine staatlich anerkannte Abschlussprüfung beendet die Ausbildungszeit. Die meisten Ausbildungsbetriebe versuchen, ihre Auszubildenden zu halten. Andererseits steht den ausgebildeten Pflegefachkräften die Pflegewelt offen.

Karriere als Pflegefachkraft planen

Wer eine Ausbildung zur Pflegefachkraft absolviert hat, bleibt in der Regel im Ausbildungsbetrieb. Das kann ein kommunales Akutkrankenhaus, ein privater Klinikträger, eine Universitätsklinik oder ein Altenpflegeheim sein. Der Bedarf an Pflegefachkräften ist sehr hoch. Daher könnte ein Arbeitgeberwechsel ein höheres Gehalt, bessere Arbeitsbedingungen und eine verantwortungsvollere Position bedeuten. Bevor die frisch ausgebildete Pflegefachkraft einen Jobwechsel ins Auge fasst, hilft ein wenig Berufserfahrung. Die Abschlussprüfungen sind in der Regel im Juli. Da bietet es sich an, das restliche Jahr im Ausbildungsbetrieb zu verbringen. Ohnehin sind die Frühlingsmonate die beste Zeit für eine Jobsuche. Ein Arbeitsplatzwechsel sollte keinesfalls einfach so auf dem Plan stehen. Er braucht Vorbereitung und sollte zur persönlichen Lebens- und beruflichen Zielplanung passen. Ein richtiger Karriere-Booster ist eine Weiterbildung mit Spezialisierung oder ein Pflegestudium. Berufsbegleitende Weiterbildungen gibt es beispielsweise in den Fachrichtungen onkologische Pflege, Gerontopsychiatrie, Palliativbegleitung oder häusliche Intensivpflege.

Karriere-Booster Pflegestudium

Der Beruf als Pflegefachkraft erfordert eine hohe Qualifikation und Verantwortung. Wer auf der Karriereleiter emporklettern möchte, ist mit einem Pflegestudium gut beraten. Das Studium qualifiziert für den Job einer Pflegedienstleitung. Dabei zwingt das Studium niemanden, praktisch in der Pflege tätig zu sein. Spätere Berufsfelder können auch in staatlichen Einrichtungen, in wissenschaftlichen Institutionen oder in einer Redaktion sein. Die abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachkraft und Berufserfahrung genügen schon für die Zulassung. Wer für das Studium seinen Job nicht aufgeben möchte, wählt ein berufsbegleitendes Präsenzstudium oder einen Fernstudiengang. Das hat zudem den Vorteil, dass ein Einkommen für die Studiengebühren vorhanden ist. Es gibt verschiedene Hochschulen mit unterschiedlichen Fachrichtungen für ein Pflegestudium. Abgeschlossen wird es mit einem Bachelor oder Master. Ein Bachelor-Fernstudium dauert durchschnittlich sechs bis neun Semester. Das hängt davon ab, wie viel Zeit neben der Berufstätigkeit übrigbleibt. In stressigen Zeiten kann die wöchentliche Stundenzahl schon mal im unteren Bereich liegen. In der Regel beträgt der Zeitaufwand etwa 15 bis 20 pro Woche.

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