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HUML: Rechte von Patienten bei Behandlungsfehlern stärken — Bayerns Gesundheitsministerin zum fünften Bayerischen Patientenfürsprechertag in Landshut

Huml: Rechte von Patienten bei Behandlungsfehlern stärken – Bayerns Gesundheitsministerin zum fünften Bayerischen Patientenfürsprechertag in Landshut

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml wirbt dafür, die Rechte von Patienten bei Behandlungsfehlern zu stärken.

Huml betonte am Freitag anlässlich des fünften Bayerischen Patientenfürsprechertages in Landshut: “Die jüngsten Statistiken zeigen zwar, dass Behandlungsfehler relativ selten vorkommen. Mein Ziel ist es aber dennoch, dass betroffene Patienten noch besser als bisher unterstützt werden.”

Huml fügte hinzu: “Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist die Einrichtung eines bundesweiten Patientenentschädigungs- und Härtefallfonds. Dazu hat Bayern gemeinsam mit der Stadt Hamburg bereits eine Bundesratsinitiative gestartet.” Huml erläuterte: “Der Fonds soll insbesondere in den Fällen greifen, in denen ein Behandlungsfehler zwar wahrscheinlich vorliegt, aber juristisch nicht eindeutig nachzuweisen ist – und deshalb für den geschädigten Patienten wenig Aussicht auf einen Schadensersatzanspruch besteht. Derzeit wird der Antrag noch in den Gremien des Bundesrats beraten.”

Die Zahl der Behandlungsfehler hat sich bundesweit von 2132 Fällen im Jahr 2015 auf 2245 Fälle im Jahr 2016 erhöht. Allerdings müssen diese Zahlen in Relation zur gestiegenen Anzahl von Behandlungsfällen gesehen werden. So ist deutschlandweit die Zahl ambulanter Behandlungsfälle über den gesamten Zeitraum von 2004 bis 2015 von 536 Millionen auf 696 Millionen gestiegen. Die Zahl stationärer Behandlungsfälle ist im selben Zeitraum von insgesamt 17,3 Millionen auf 19,8 Millionen in ganz Deutschland gestiegen.

Im Jahr 2012 hatten das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und die Bayerische Krankenhausgesellschaft eine Initiative zur freiwilligen Einrichtung von Patientenfürsprechern an den bayerischen Kliniken gestartet. Huml erläuterte: “Während zu Beginn der Initiative im Juli 2012 an etwa 17 Prozent aller zugelassenen Kliniken Patientenfürsprecher tätig waren, sind es heute 36 Prozent. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich und zeigt den Erfolg unserer Initiative. Unser Ziel ist es jedoch, dass an allen bayerischen Kliniken Patientenfürsprecher eingerichtet werden.”

Die Ministerin dankte zugleich den mittlerweile 163 meist ehrenamtlichen Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprechern, die an bayerischen Krankenhäusern tätig sind. Huml betonte: “Mit Ihrer Arbeit stehen Sie für ein Gesundheitssystem, das an den Bedürfnissen der Patienten orientiert ist. Sie binden Angehörige ein und unterstützen sie. Und Sie verstehen Patienten als mündige und gleichberechtigte Partner, stärken ihre Handlungsfähigkeit und ihr Wohlergehen. Ihr Engagement ist ein Vorbild an Mitmenschlichkeit und gesellschaftlichem Miteinander. Ohne Sie würde unseren Krankenhäusern etwas Wichtiges fehlen.”