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Hubschraubersprungfahndung an der deutsch-tschechischen Grenze

Pressemitteilung

Bundespolizeidirektion München: Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei

2020-03-06T12:28:34

München (ots) – München – Die Bundespolizei hat gestern einen Schwerpunkeinsatz mit Hubschraubern an der deutsch-tschechischen Grenze durchgeführt. Die Beamten kontrollierten dabei knapp 300 Personen, stellten 6 Straftaten sowie 3 Ordnungswidrigkeiten fest und erzielten 4 Fahndungstreffer.

Mit Unterstützung von Landespolizei und Zoll fahndeten die Bundespolizisten gestern in den Nachmittags- und Abendstunden entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Die temporären Kontrollstellen lagen zwischen Hof und Cham. Dank dem Hubschraubereinsatz waren die Beamten besonders flexibel, sie konnten schnell die Kontrollorte wechseln und den Überraschungseffekt nutzen. Sie überprüften rund 200 PKW, LKW sowie Kleinbusse. Insgesamt waren etwa 50 Beamte im Einsatz.

Die Bundespolizisten haben im Zuge der Fahndung drei unerlaubte Einreisen angezeigt: Drei Männer mit afghanischer, türkischer und syrischer Staatsangehörigkeit waren ohne gültige Dokumente über die Grenze gekommen. Zwei deutsche Fahrer werden sich wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise verantworten müssen.

Ein 24-jähriger Deutscher führte sein Fahrzeug unter Drogeneinfluss und hatte eine geringe Menge Betäubungsmittel bei sich. Eine Strafanzeige und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren waren die Folge. Wegen eines verbotenen Einhandmessers zeigten die Fahnder einen 53-jährigen Deutscher nach dem Waffengesetz an. Ein tschechischer Staatsbürger musste ein Verwarnungsgeld in Höhe von 25 Euro bezahlen, weil er ohne seinen Pass eingereist war.

Die Einsatzkräfte ertappten zudem drei Autofahrer, die zur Fahndung ausgeschrieben waren. Die Männer waren wegen verkehrsrechtlicher Verstöße beziehungsweise wegen Steuerstrafverfahren gesucht worden. Die weitere Sachbearbeitung nach den Fahndungstreffern übernahm zuständigkeitshalber die Landespolizei beziehungsweise der Zoll.

Die Bundespolizei hat die Fahndung im grenznahen Raum bereits vor Wochen intensiviert. Ziel der flexiblen Kontrollen ist die Bekämpfung der illegalen Migration und der grenzüberschreitenden Kriminalität.

Foto: Bundespolizei