Home Allgemein HOHE BRIEFWAHL-NACHFRAGE IN LANDSHUT — 11.000 Anträge eingegangen — Rekord sehr wahrscheinlich

HOHE BRIEFWAHL-NACHFRAGE IN LANDSHUT — 11.000 Anträge eingegangen — Rekord sehr wahrscheinlich

Hohe Briefwahl-Nachfrage in Landshut

Fast 11000 Anträge sind bereits eingegangen – Rekord sehr wahrscheinlich

Der Super-Wahlsonntag rückt näher: Am 24. September sind die Landshuter nicht nur zur Bundestagswahl aufgerufen, sondern dürfen auch bei gleich drei Bürgerentscheiden ihre Stimme abgeben. Das Interesse an den Urnengängen ist offenbar groß. Darauf jedenfalls lässt die hohe Zahl an Briefwahlanträgen schließen, die schon knapp zwei Wochen vor dem Wahltermin eingegangen sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Briefwahlbeteiligung sogar ein neues Rekordniveau erreichen wird.

Dafür sprechen jedenfalls die bislang vorliegenden Zahlen. Bis Montagmittag sind laut stellvertretendem Kreiswahlleiter Franz Fischer für die Bundestagswahl beinahe 11000 Briefwahlanträge aus dem Stadtgebiet eingegangen. Ein sehr beachtlicher Wert, denn das entspricht bereits jetzt deutlich mehr als einem Fünftel der 49301 Stimmberechtigten. Der bisherige Bestwert stammt übrigens aus dem Jahr 2013: Damals wählten 10937 Landshuter per Brief – diese Marke wird diesmal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überboten. Der Trend setzt sich damit fort, denn 2009 gab es in der Stadt „nur” rund 8773 Briefwähler.

Der enorme Andrang kommt für die Stadt nicht ganz unerwartet: „Wir haben aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre mit einer solchen Entwicklung gerechnet und dementsprechend mehr Briefwahlunterlagen als früher bestellt”, sagt Günther Finsterhölzl, Sachgebietsleiter im Bürgerbüro. Außerdem wurde die Zahl der Briefwahllokale von einst elf auf nun 15 erhöht. Das Ende der Fahnenstange ist dabei noch nicht erreicht: Bis zu 30 Prozent Briefwahlbeteiligung hält Finsterhölzl langfristig für möglich – so kalkulieren seinen Informationen nach auch viele andere Städte.

Nicht ganz so hoch wie für die Bundestagswahl ist der Briefwahl-Wunsch für die drei Bürgerentscheide ausgeprägt. Dafür gingen bisher knapp 10000 Anträge ein, also etwa 1000 weniger als für die Bundestagswahl. Und das, obwohl es für die Bürgerentscheide aus rechtlichen Gründen rund 5000 Stimmberechtigte mehr gibt, weil auch Bürger anderer EU-Staaten wählen dürfen. Dennoch: „Für Wahlen auf kommunaler Ebene ist diese Briefwahl-Nachfrage ungewöhnlich hoch”, betont Finsterhölzl und zieht zum Vergleich die Zahlen der OB-Wahl 2016 heran: Damals seien zum Beispiel für die Stichwahl „nur” rund 7800 Briefwahlanträge eingegangen. Bei den letzten Bürgerentscheiden 2012 zu Westtangente und Burgaufzug waren es

 

Foto: Lodermeier