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HERBST IST KRAMPFADERNZEIT — Neues Verfahren am Klinikum Landshut verschließt kranke Venen fast schmerzfrei

Pressemitteilung

Herbst ist Krampfadern-Saison

Neues Verfahren am Klinikum Landshut verschließt kranke Venen fast schmerzfrei

Traditionell ist der Herbst die Jahreszeit, in der die meisten Patienten mit Krampfadern behandelt werden.

Das liegt einerseits daran, dass sich die Beschwerden durch die Sommerhitze oftmals verstärkt haben. Andererseits ist die Nachsorge mit Kompressionsstrümpfen bei niedrigen Temperaturen weniger belastend. Am Klinikum Landshut gibt es nun ein neues Verfahren, das die Krampfadern besonders schonend und präzise behandelt.

Venen-Check: Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, führt eine Ultraschalluntersuchung durch. Foto: Klinikum Landshut

Volkskrankheit Krampfadern: Fast jeder dritte Deutsche hat eine fortgeschrittene chronische Venenerkrankung, die meisten Fälle sind genetisch bedingt. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer. Eine solche Krampfader ist nicht nur eine geschlängelte, sondern auch eine erweiterte und in ihrer Funktion gestörte Vene. „Die Venen schaffen es nicht mehr, das Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen zu transportieren“, erklärt Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie. Die Beschwerden sind vielfältig: von schweren oder kribbelnden Beinen, Hautverfärbungen, Thrombosen bis hin zu „offenen Beinen“. Werden Krampfadern zu spät erkannt und behandelt, können bleibende Schäden zurückbleiben. Mit modernsten Therapieverfahren stoppen Dr. Meimarakis und sein Team die Krampfaderentwicklung und beseitigen die Beschwerden. Neben dem klassischen Stripping (Herausziehen) und der Sklerosierung (Veröden) bietet die Klinik für Gefäßchirurgie seit neuestem auch das „Venefit“-Verfahren an. „Damit können wir unsere Patienten sehr schonend und komplikationsarm behandeln. Danach sind sie rasch wieder fit“, erklärt Dr. Meimarakis. Ein großes Plus seien auch die langfristigen Erfolgsaussichten.

So funktioniert das Venefit-Verfahren

Statt mehrerer kleiner Schnitte wie beim Stripping ist nur ein kleiner Nadelstich notwendig. Über eine Punktion am Unterschenkel wird ein Katheter in die Beinvene eingeführt und bis zur Leiste vorgeschoben. Während der Katheter in mehreren Zügen zurückgezogen wird, gibt er in mehreren 20-sekündigen Zyklen Radiofrequenzenergie frei. Durch die gleichmäßige Hitze zieht sich das Kollagen in den Gefäßwänden zusammen, kollabiert und die erkrankte Vene wird schließlich verschlossen. Das Blut kann nun über die tiefen Venen wieder normal fließen. Im Gegensatz zum Stripping, dem traditionellen chirurgischen Eingriff, bleibt die Vene im Körper: Sie wandelt sich in Bindegewebe um und wird schließlich vom umgebenen Gewebe absorbiert. „Narben bleiben in der Regel nicht zurück“, so Dr. Meimarakis. Der reine Eingriff dauert in der Regel pro Bein 20 Minuten. Zum Einsatz kommt das VenefitVerfahren vor allem bei geraden bis leicht verschlängelten Stammvenen – den sogenannten Rosenvenen. Stripping hilft auch bei stark verschlängelten Venen. Vor allem bei Seitenästen und Besenreisern empfehlen die Gefäßchirurgen die Venenverödung (Sklerosierung). „Voraussetzung für diese Behandlungen ist, dass die arterielle Durchblutung gut funktioniert und die tiefen Venen intakt sind. Schließlich müssen die gesunden Venen die Aufgaben der kranken übernehmen“, erklärt Dr. Meimarakis.

Vier Tipps zur Vorbeugung von Krampfadern

  • Ja zu L, nein zu S: „Laufen und Liegen sind lobenswert, Sitzen und Stehen sind schlecht.“ Das heißt: Joggen, walken oder spazieren Sie regelmäßig 20 bis 30 Minuten – das stärkt die Beinmuskulatur und unterstützt so die Venenfunktion. Auch Schwimmen und Fahrradfahren ist empfehlenswert.
  • Keine beengende Kleidung, keine einschneidenden Socken. Frauen sollten weniger auf hohen Absätzen und mehr in bequemen Sportschuhen laufen, dann fließt das Blut leichter gegen die Schwerkraft zum Herzen.
  • Wechselduschen: Vor allem abends oder an einem heißen Tag ratsam. Kaltes Wasser sorgt dafür, dass sich die Venenwand zusammenzieht und sie besser durchblutet wird.
  • Füße am besten mittags 20 Minuten hochlagern: Dann kann das Blut leichter aus den Beinen abfließen. Die Füße sollten dabei höher als das Herz liegen.

 

 

-hjl-




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