Home Daten & Fakten Heizung: jetzt schon an den Winter denken!

Heizung: jetzt schon an den Winter denken!

Agentur für Erneuerbare Energien

Reinhardtstr. 18

D-10117 Berlin

www.unendlich-viel-energie.de

Weitere Informationen, Grafiken und Fotos finden Sie unter www.unendlich-vielenergie.de.

Die kostenlose Verwendung mit Quellenangabe „Agentur für Erneuerbare Energien“ ist gestattet.

Berlin, 9. August 2013 – Trotz sommerlicher Außentemperaturen

sollten die Verbraucher jetzt schon an den Winter denken. Denn

die Rückschau auf die vergangene kalte Jahreszeit zeigt: Die

Witterung hat den Energieverbrauch im ersten Halbjahr 2013 in

Deutschland um rund 4 Prozent auf 1,9 Millionen Gigawattstunden

steigen lassen. Grund dafür ist vor allem die deutlich längere

Heizperiode. Der überwiegende Einsatz fossiler Brennstoffe hat

negative Auswirkungen auf die Klimabilanz. Je größer der

Marktanteil von Heizungsanlagen auf Basis Erneuerbare Energien

wird, umso besser wird die Klimabilanz des Wärmesektors –

selbst bei klirrender Kälte. Schon 2012 sparten die Erneuerbaren

mit ihrem Anteil von mehr als zehn Prozent am Wärmemarkt rund

40 Millionen Tonnen Treibhausgase ein.

Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

(AG Energiebilanzen) hat im ersten Halbjahr 2013 vor allem

die Wärmeerzeugung den Energieverbrauch steigen lassen. Allein

der Erdgasverbrauch nahm um mehr als zehn Prozent zu. Auch der

Mineralölverbrauch stieg um knapp drei Prozent, wobei der Verbrauch

an Kraftstoffen sogar rücklaÅNufig war. „Der Anstieg des

Energieverbrauchs durch den harten Winter macht ein Problem

umso deutlicher: Der Heizungsbestand in Deutschland ist veraltet

und noch stark auf fossile Energieträger ausgelegt. Je schneller der

Umstieg auf Erneuerbare-Energien-Wärmeanlagen gelingt, umso

besser für das Klima“, erklärt Philipp Vohrer, GeschaÅNftsführer der

Agentur für Erneuerbare Energien.

Heizungsbestand in Deutschland veraltet

Nicht einmal ein Viertel der rund 18 Millionen Feuerungsanlagen in

Deutschland ist jünger als zehn Jahre und damit auf dem Stand der

Technik. Mehr als 70 Prozent der Öl- und Gasheizungen sind sogar

älter als 15 Jahre. Nach wie vor basieren heute rund vier Fünftel

aller Heizsysteme im Wohnungsbestand auf Verbrennungstechnologien.

Dadurch hat der Wärmemarkt (Raumwärme, Warmwasser,

Prozesswärme) insgesamt einen Anteil von rund 40 Prozent an den

energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland.

Erneuerbare Energien punkten bei Klimabilanz

„Die Bilanz lässt sich nur mit Erneuerbaren Energien signifikant

verbessern. Nur sie sind in der Lage, den Wärmebedarf eines

Gebäudes annähernd klimaneutral zu decken“, betont Vohrer.

Heizsysteme auf Basis von Bioenergie, Solarthermie oder Erd- bzw.

Umweltwärme sind ihren fossilen Konkurrenten in puncto

Treibhausgasemissionen deutlich überlegen. Tauscht ein

Hausbesitzer seinen veralteten Heizölkessel beispielsweise gegen

eine Holzpelletheizung, kann er den durchschnittlichen

Treibhausgas-Ausstoß von 376 auf 25 Gramm CO2-Äquivalent je

Kilowattstunde senken. Und selbst bei einer modernen Gastherme

mit Brennwerttechnik oder bei Fernwärmeversorgung (je rund 250

Gramm CO2-Äquivalent je Kilowattstunde) könnte ein Solarkollektor

einen Teil des Wärmebedarfs mit nur einem Zehntel der Emissionen

produzieren. Aufgrund dieser Treibhausgasbilanz jeder einzelnen

Technologie sparten die Erneuerbaren mit ihrem Anteil von zehn

Prozent am Wärmemarkt 2012 rund 40 Millionen Tonnen

Treibhausgase ein.

Alte Heizungsanlagen verschlechtern

Deutschlands Klimabilanz

Erneuerbare Wärme ist dank staatlicher Förderung günstiger

denn je

Staatliche Zuschüsse für Heizungstausch

Der Umstieg auf eine Erneuerbare-Energien-Heizungsanlage wird

deshalb staatlich gefördert: Neben direkten Zuschüssen aus dem so

genannten Marktanreizprogramm (MAP) gibt es seit 2013 zusätzlich

zinsgünstige Kredite der bundeseigenen KfW-Bank. So können

Hausbesitzer eine neue, umweltfreundliche und kostensparende

Heizung ohne eigenes Sparvermögen finanzieren. „Investoren

müssen nicht mehr Jahre warten bis sich die neue, energiesparende

Heizung bezahlt gemacht hat, sondern sie profitieren sofort

von den niedrigen Energiekosten der Erneuerbaren. Die Kosten für

Öl und Gas hingegen kennen langfristig nur eine Richtung: nach

oben“, prognostiziert Vohrer. Heute kostet Heizöl mehr als doppelt

so viel wie noch im Jahr 2000. Holzpellets sind derzeit durchschnittlich

30 Prozent günstiger als Heizöl. Sonnenkollektoren haben gar

keine Brennstoffkosten. Für Wärmepumpen fallen Stromkosten an,

um die Erd- oder Umgebungstemperatur zu Heizwärme zu

verdichten.

Weitere Infos zu Erneuerbarer Wärme und den staatlichen

Fördermöglichkeiten finden Sie im Internet unter:

www.waermewechsel.de

Kontakt:

Agentur für Erneuerbare Energien

Alena Müller

Pressereferentin

Tel: 030-200535-45,

Mail: a.mueller@unendlich-viel-energie.de

www.unendlich-viel-energie.de

 




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