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HAUSHALTSBEFRAGUNG ZUR MOBILITÄT IN SATDT UND LAND — 23.500 Fragebögen werden versandt, um mehr über die Bedürfnisse der Bürger zu erfahren und das ÖPNV-Angebot entsprechend auszuweiten

Haushaltsbefragung zur Mobilität in Stadt und Landkreis

23.500 Fragebögen werden versandt, um mehr über die Bedürfnisse der Bürger zu erfahren und das ÖPNV-Angebot entsprechend auszuweiten

 

Per Bürgerentscheid haben sich die Wahlberechtigten in der Stadt Landshut vor einem Jahr für den Ausbau des ÖPNV ausgesprochen. Unter dem Motto „Busse, Baby!“ hatten die Initiatoren eine Aufstockung des Angebots um 30 Prozent gefordert und mit ihrer Idee die Mehrheit überzeugt. Seither laufen die Planungen für die Umsetzung, die nach Ansicht aller Experten sinnvoll nur zusammen mit dem Landkreis gelingen kann. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Mobilitätsbedürfnisse und Wege der Bürger in der Region. Deshalb führt das „büro stadtVerkehr“ aus Hilden im Auftrag von Stadt und Landkreis nun eine gemeinsame Haushaltsbefragung durch: Dafür werden in zwei Wellen die Fragebögen verschickt.

 

Per Zufallsprinzip wurden insgesamt 23.500 Haushalte für diese repräsentative Befragung ausgewählt. Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz hoffen nun auf eine hohe Beteiligung. Denn es geht darum, die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger zu ermitteln, um auf Basis dieser Ergebnisse das ÖPNV-Angebot bedarfsgerecht zu erweitern. „So wollen wir den ÖPNV für die gesamte Region attraktiver machen und neue Anreize zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn setzen“, sagt Putz. Auch Stadtrat Prof. Dr. Frank Palme, der das Bürgerbegehren „Busse, Baby!“ mitinitiiert hatte, setzt auf die Bereitschaft möglichst vieler Bürger, den durchaus umfangreichen Fragebogen auszufüllen, denn: „Wir haben die Chance, zusammen an einem maßgeschneiderten ÖPNV-Angebot für Stadt und Landkreis Landshut und damit an der Lösung der Verkehrsprobleme der Region mitzuarbeiten. Die breite Beteiligung der Bürgerschaft ist ein wertvoller Beitrag auf dem Weg zu einem zukunftsweisenden ÖPNV.“

 

Herzstück des achtseitigen Fragebogens ist das „Wegeprotokoll“ zur Erfassung der aktuellen Verkehrsmittelwahl („Modal Split“): In diesem sollen alle Haushaltsmitglieder ihr Mobilitätsverhalten an einem festgelegten Stichtag dokumentieren. Die Stichtagsregelung ist erforderlich, damit die Vergleichbarkeit der Resultate gewährleistet ist. In das Protokoll einzutragen sind alle Wege, die an diesem Tag zurückgelegt wurden, das jeweils genutzte Verkehrsmittel und der Zweck des Weges. In Zusatzfragen wird außerdem das Interesse an Angeboten wie Carsharing und Leihfahrradsysteme, aber auch an Verbesserungen wie einer Echtzeit-Fahrplanauskunft per App oder Internet, Jobticket oder eTicket sowie insbesondere an modernen, bedarfsorientierten ÖPNV-Angeboten wie Ridesharing ermittelt.

 

Abgefragt werden darüber hinaus allgemeine Informationen zum Haushalt und zu dessen Mitgliedern. Die Beantwortung der Fragebögen erfolgt in jedem Fall anonym. Die Teilnahme ist schriftlich, telefonisch und per Internet unter der Adresse www.landshut.de/haushaltsbefragung möglich. Ein persönlicher Code aus dem Anschreiben stellt sicher, dass nur die ausgewählten Haushalte an der Befragung teilnehmen können.