Home Allgemein Hardware-Nachrüstung statt Enteignung der Dieselfahrer!

Hardware-Nachrüstung statt Enteignung der Dieselfahrer!

„Es gibt keine Dieselkrise, lediglich eine Pkw-Krise“, betont Prof. Dr. Ralph Pütz, renommierter Spezialist für Abgasanalytik, und ergänzt: „mit der vorhandenen Abgasnachbehandlungstechnik können Dieselfahrzeuge bei den lokalen Schadstoffen wie Partikel und Stickoxide ein Nahe-Null-Emissionsniveau erreichen.“. Das habe der Nutzfahrzeugbereich mit der Stufe Euro VI deutlich bewiesen, und ebenso auch Traktoren der Stufe 4f, so Prof. Pütz. Und die gute Nachricht: Mit der Stufe Euro 6d wird auch der Pkw-Diesel nachziehen und wie das Nutzfahrzeug einen lokal nahezu emissionsfreien Antrieb aufweisen – dies, weil auch beim Pkw nunmehr die Vorschrift einer Emissionseinhaltung im realen Fahrbetrieb (RDE – Real Driving Emissions) und nicht nur am Prüfstand in der Gesetzgebung neu verankert wurde.

Und wie steht es um ältere Dieselfahrzeuge? Pütz, Landtags-Listenkandidat der CSU fordert: „Eine kalte Enteignung der Besitzer von Dieselfahrzeugen und des Autohandels darf doch keineswegs hingenommen werden!“. Für Nutzfahrzeuge sind SCR (AdBlue)-Systeme für die Hardware-Nachrüstung seit einiger Zeit in Serie verfügbar. In der Folge hat die Bundesregierung zunächst eine Nachrüstrichtlinie für Dieselbusse geschaffen, so dass Fahrverbote für Diesel-Linienbusse überflüssig geworden sind. Bereits im Jahr 2013 hatte Prof. Pütz mit einem Entwicklungspartner durch Nachrüstung sogar einen Euro-II-Bus auf ein Euro-VI-Emissionsniveau gebracht. Außerdem hat er kürzlich nachgewiesen, dass nachgerüstete Busse bisher über 120.000 km ohne nennenswerte Emissionsverschlechterungen zurückgelegt haben. Als nächsten Schritt lässt die Bundesregierung aktuell eine Nachrüstrichtlinie für Kommunalfahrzeuge erarbeiten. Busse und Kommunalfahrzeuge machen aber lediglich einen Bruchteil aller Dieselfahrzeuge aus, daher stellt sich die Frage: Warum hat die Bundesregierung denn noch keine Nachrüstrichtlinie für Pkws veranlasst und lässt somit die kalte Enteignung der Besitzer von Diesel-Pkws zu? Laut Pütz wäre „eine Hardwarenachrüstung auch für Pkws verfügbar und absolut bezahlbar, für Pkws kostet sie zwischen 1.000 und 2.500 €“. Für einen VW Passat gibt es Nachrüstsysteme für 1.500 €. Mittlerweile hat auch das Bayerische Landesamt für Umwelt einen Opel Astra der Stufe Euro 5 mit einem solchen System nachgerüstet und bisher eine NOx-Reduzierung um 80 Prozent verifiziert. Der AdBlue-Tank befindet sich in der Reserverad-Mulde und reicht aus für 10.000 km – es geht also kein Platz im Kofferraum verloren. Prof. Pütz und Hans Ritt MdL haben das Fahrzeug besichtigt. Beide empfehlen, zeitnah eine Nachrüstrichtlinie auch für Pkws zu schaffen, um den Pkw-Besitzern Fahrverbote und einen Wertverlust zu ersparen – und damit die „Dieselkrise“ endlich zu beenden!

Prof. Dr. Ralph Pütz
Ingenieur und Hochschullehrer
56 Jahre, verheiratet
– Geschäftsführer eines führenden Instituts für
– Fahrzeugforschung und Abgasanalytik
– unermüdlicher Aufklärer zur Versachlichung in der vermeintlichen „Dieselkrise“
– Mitglied in den CSU-Arbeitskreisen Schule und Hochschule
– engagiert im Tierschutz (Mitglied eines Gnadenhofs- für Kleintiere)