Home Allgemein “HÄUSERERZÄHLEN IN NIKOLA” — Zum sechsten Mal Theater-Führungen in Nikolas Häusergeschichten

“HÄUSERERZÄHLEN IN NIKOLA” — Zum sechsten Mal Theater-Führungen in Nikolas Häusergeschichten

Häusererzählen in Nikola

Zum sechsten Mal Theater-Führungen in Nikolas Häusergeschichte

Eine der schönsten Villen der Seligenthaler Straße steht mit ihrer Geschichte vor 80 Jahren im Mittelpunkt des diesjährigen „Häusererzählens”; in der Johannisstraße geht es um einen Bauskandal aus dem Jahr 1904 und am Bismarckplatz wird die Geschichte eines unglücklichen Bürgermeistersohnes aus dem 17. Jahrhundert nachempfunden. Quartiersmanagerin Ele Schöfthaler wird am Freitag, 28., und Samstag, 29. Juli, zusammen mit Heinz Grunwald und Thomas Krebs durch die drei historischen Stationen führen. Treffpunkt ist in diesem Jahr jeweils um 18 Uhr im Bereich des „Extra-Füh” an der Seligenthaler Straße 22 beim John-F.-Kennedy-Platz. Von dort aus geht es zu den Häusern im Quartier, deren Geschichte in kleinen Spiel-Szenen von den Laien-Schauspielern in historischen Kostümen zum Leben erweckt wird.

Die Wohnungssituation 1904: Wer in Nikola vor gut hundert Jahren als Heizer oder Schriftsetzer zwölf Stunden am Tag arbeiten musste, war froh, für sich und seine Familie überhaupt ein Dach über dem Kopf zu finden. Da wird schon mal ein Lagerraum im Hinterhof als Wohnraum von drei Familien genutzt. Immerhin ist der Lagerraum dafür extra hochgemauert worden. Zu schade, um hier nur Holz zu lagern, so denkt die Vermieterin (Petra Moderow). Doch in der Stadtverwaltung denkt man anders darüber.

1904 ist auch das Baujahr einiger Villen in der neuen Prachtstraße Landshuts, der Seligenthaler Straße. In einer dieser Villen erzählt 30 Jahre später eine Bewohnerin (Stefanie Horinek), warum sie mit ihrer Familie das Haus vor vier Jahren gekauft und in der Altstadt einen Modeladen eröffnet hat. Wird sie die neue Heimat schon bald wieder verlassen, um zu Geschäftsfreunden nach Schottland zu ziehen?

In die Zeit der Türkenkriege zurück geht es am Bismarckplatz. Dort, wo heute das Café Nikola mit französischen Spezialitäten wirbt, lebte bis 1690 ein Bürgermeister der Stadt. Sein Sohn ist 1683 mit dem bayerischen Heer nach Wien gezogen und von dort nicht mehr zurückgekehrt. Die Nachbarin, eine Krämerin (gespielt von Emma Kellner), erzählt im Nachbarhaus vom schönen Bürgermeistersohn, dem Glauben und der Hoffnung, dass Muslime und Christen sich einmal nicht mehr gegenseitig bekämpfen.

So bunt wie das Viertel sind auch die Geschichten der Häuser von Nikola. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv sucht Quartiersmanagerin Ele Schöfthaler jedes Jahr nach spannenden Einblicken in die Nikola-Geschichte. Die Veranstaltungen richten sich an Menschen jeden Alters, an Kinder, junge