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HÄRTERE HAND GEFORDERT — Runder Tisch “WIRTSCHAFT und ASYL” — Maßnahmen um Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren

Härtere Hand gefordert

Runder Tisch „Wirtschaft und Asyl“ besprach am Landratsamt Maßnahmen, um Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren

 

Welche Maßnahmen können Flüchtlinge noch besser auf das Arbeitsleben in Deutschland vorbereiten? Wie greifen die bisherigen Anstrengungen? Was können die Beteiligten noch tun, wenn manche Flüchtlinge sich nicht integrieren wollen? Diese Punkte waren Teil des Runden Tisches „Wirtschaft und Asyl“, der vergangene Woche im Landratsamt zusammengekommen war. Dabei tauschten sich die Lehrerinnen und Lehrer der Landshuter Berufsschulen mit Vertretern von Arbeitsagentur und Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (HWK) aus, wie sich die alltägliche Arbeit mit den Flüchtlingen gestaltet, nachdem nach der Frage der Unterbringung nun im zweiten Jahr vor allem Integrationsbemühungen und -programme im Mittelpunkt stehen. Dabei waren sich die Anwesenden einig, dass die Maßnahmen noch besser untereinander abgestimmt und vor allem diejenigen, die kein Interesse an Schulunterricht und Arbeitsförderprogrammen zeigen, besser in die Pflicht genommen werden müssten.

 

Eine Arbeitsgruppe bei den Jobcentern soll Möglichkeiten erarbeiten, wie integrationsunwillige Flüchtlinge besser in die Pflicht genommen werden können und möglicherweise durch Leistungskürzungen auf die richtige Bahn gebracht werden können. „Wir haben einige Vorbilder, die sich integrieren wollen, aber auch viele Problemfälle, die einen ganzen Klassenverband nachhaltig stören können. Bisher verspüren die Flüchtlinge keine finanziellen Konsequenzen, wenn sie sich der Integration verweigern. So fällt es nicht schwer, leichtfertig die Schule abzubrechen. Wichtig aber ist, dass keiner durch das Netz fällt, sondern stets gefordert ist, gewinnbringender Teil dieser Gesellschaft zu werden. Dazu braucht es Bildung und einen Schulabschluss“, betont Landrat Dreier.

 

Vertreter der Beruflichen Schulen, wirtschaftlichen Interessensverbänden und der Verwaltung aus Stadt und Landkreis haben diskutiert, welche Erfahrungen sie bisher bei ihrer Arbeit mit Flüchtlingen gemacht haben und wo sie noch Verbesserungsmöglichkeiten sehen.

 

Der nächste Runde Tisch „Wirtschaft und Asyl“ ist Anfang November geplant.