Home Allgemein “HABEN FÖRDERGELDER NACHHALTIG INVESTIERT” — Euregio-Vorstand zu Gesprächen in Brüssel

“HABEN FÖRDERGELDER NACHHALTIG INVESTIERT” — Euregio-Vorstand zu Gesprächen in Brüssel

 

Pressemitteilung

Wildenberg, 24. Oktober 2016

 

Haben Fördergelder nachhaltig investiert”

Euregio-Vorstand zu Gesprächen in Brüssel – Erste Gespräche für neue Förderperiode

 

Die künftige Regional- und Strukturförderung für die Grenzregion Bayern-Böhmen stand im Mittelpunkt eines Arbeitsbesuchs der drei Vorsitzenden der Euregio Bayerischer Wald vergangene Woche in Brüssel. Die Landräte Sebastian Gruber, Franz Löffler und Franz Meyer wurden begleitet von Landrat Michael Fahmüller und Euregio-Geschäftsführer Kaspar Sammer. Unter anderem führten sie Gespräche mit dem neuen Generaldirektor Marc Lemaître von der Generaldirektion Regionalpolitik, Jiř Buriánek, Generalsekretär des Ausschusses der Regionen, und dem EVP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Weber.

Aktuell laufen in Brüssel die Vorbereitungen in der Kommission, wie nach 2020 die EU-Struktur- und Regionalpolitik neu gestaltet werden soll. Allein aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung Ostbayerns und der Arbeitslosenzahlen werde es schwierig, auch künftig EU-Fördermittel für die Region zu rechtfertigen. „nser Hauptargument ist die Grenzregion und die Perspektive grenzüberschreitender Entwicklung, mit der wir für weitere EU-Unterstützung werben müssen”, sagte EVP-Fraktionsvorsitzender Manfred Weber. „renzregionen werden Schwerpunkt für europäische Unterstützung bleiben. Sie sind die Nahstellen, an denen Europa zusammenwächst.”

„ir haben mit den EU-Fördermitteln die Region entlang des früheren Eisernen Vorhangs nachhaltig und positiv entwickelt und gehen verantwortungsvoll mit den Fördergeldern um”, bilanzierte Euregio-Vorsitzender Sebastian Gruber, Landrat von Freyung-Grafenau. Besonders die Möglichkeit der Kleinprojekteförderung hat sich laut Chams Landrat Franz Löffler als gutes Förderinstrument bewährt. Generaldirektor Marc Lemaître, in dessen Generaldirektion die neue Förderperiode vorbereitet wird, freute sich, dass die Region sehr bewusst mit den EU-Fördermitteln umgegangen sei und sie zielgerichtet eingesetzt habe. Wichtig sei für die Region, dass die EU in der künftigen Förderperiode ihre Schwerpunkte noch mehr auf Forschung und Innovation, sowie klein- und mittelständische Unternehmen lege, sagte der Passauer Landrat Franz Meyer, zugleich Sprecher der niederbayerischen Landräte.

Denn im Zuge der Digitalisierung kommen auf die Unternehmen im ländlichen Raum große Herausforderungen zu, wie Constantin Gissler, Büroleiter des Branchenverbandes Bitkom, erläuterte. Dabei gehe es nicht nur um die Grundversorgung mit schnellem und leistungsfähigem Internet, sondern auch um die personellen Ressourcen: „uch KMU müssen sich darauf einstellen, dass sie vermehrt IT-Spezialisten beschäftigen müssen, nicht zuletzt wegen der IT-Sicherheit.”

Mit Jiř Buriánek, Generalsekretär des Ausschusses der Regionen, hatten die Landräte einen Experten als Gesprächspartner, der verschiedene Möglichkeiten der Vernetzung und auch die Einflussmöglichkeiten der Landkreise und regionalen Organisationen erläuterte. Weitere Gespräche führten die Landräte und Euregio-Vertreter mit Barbara Schretter, Leiterin der Bayerischen Vertretung, sowie Mitarbeitern des Europabüros der bayerischen Kommunen und des Europäischen Parlaments.

Landrat Michael Fahmüller nutzte die Gelegenheit und bedankte sich bei den Gesprächspartnern in Parlament und Kommission für die vergangene Woche bekanntgewordene Unterstützung aus dem Europäischen Solidaritätsfonds von 21,5 Millionen Euro für die Hochwassergebiete des Frühjahrs in Niederbayern: „as ist für alle Betroffenen eine wertvolle Hilfe. Europa steht an unserer Seite.”

 

Bild: Euregio-Geschäftsführer Kaspar Sammer (v.l.), sowie die Landräte Franz Meyer, Franz Löffler, Sebastian Gruber (2.v.r.) und Michael Fahmüller (r.) führten in Brüssel zahlreiche Gespräche, unter anderem mit dem niederbayerischen Europaabgeordneten und EVP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Weber (3.v.r.).

 

 

 

-hjl-