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Guter Rat ist teuer (für den Steuerzahler)

Externe Berater verfassen Gutachten, geben fachliche Hinweise oder fertigen selbst Gesetzestext-Entwürfe.
Sie verdienen Millionen mit Aufträgen der Bundesregierung oder der Bundesbehörden.
Mindestens eine Milliarde Euro waren es im Zeitraum von 2009 bis 2013. Laufende Projekte sind nicht berücksichtigt, nur die abgeschlossenen. Allein das Bundesministerium für Bildung und Forschung holte für rund 465 Millionen Euro externen Rat ein. Dem folgt mit Abstand das Bundeswirtschaftsministerium mit rund 115 Millionen Euro. Mit etwas Abstand folgen das Umweltministerium (82 Millionen Euro) und das Verkehrsministerium (knapp 72 Millionen Euro). Wenig Beratungsbedarf gab es im Familienministerium: 293.600 Euro schlagen hier im Fünfjahreszeitraum zu Buche.

Stellt sich die Frage, ob die eigentlich zuständigen, die Beamten und Angestellten der Ministerialbürokratie gelegentlich überfragt sind. Die Bundesregierung beruft sich auf den “speziellen Charakter” mancher externen Beratung.

Immanuell Kant hat dazu gesagt: “Habe Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!”

 

Quellen: Bundestagsdrucksache 17/14647 und goo.gl/nWw9Dc