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„Großen Respekt für diese Arbeit“

Abgeordneter Radlmeier bei der Landshuter Tafel

Landshut. Brot, Obst, Nudeln – und ab und zu etwas Süßes. Die Ausgabe der Landshuter Tafel am Standort St. Peter und Paul ist reich bestückt. Das muss sie auch, denn der Bedarf ist groß, wie Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) bei seinem Besuch erfuhr. 

Jeden Freitag bildet sich auf dem Kirchengelände von St. Peter und Paul eine lange Schlange von Menschen. Dann nämlich verteilt die Tafel Landshut ihre Waren an Bedürftige. Normalerweise stehen dem Team um Konrad Schussmann und Angelika Häusler dafür Räumlichkeiten im Untergeschoss des Pfarrheims zur Verfügung. Derzeit aber findet die Verteilung im Freien steht, um die nötigen Maßgaben während der Pandemie einhalten zu können. Die Abstände können an der frischen Luft besser eingehalten werden. Dennoch hat man für eine Überdachung gesorgt. Dank einer Einbahnstraßen-Regelung kommt man sich bei der Ausgabe nicht in die Quere. Die nötigen FFP2-Masken stellt der Freistaat bereit: 2,5 Millionen Masken wurden an die Tafeln verteilt. Die Auslieferung nahm Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier zum Anlass, um sich über die Arbeit der Tafel und die Auswirkungen der Pandemie zu erkundigen.

Die Nachfrage nach den Lebensmitteln sei groß, fasste Holger Peters, Vorstand der Diakonie, dem Träger der Tafel, zusammen. Rund 450 Personen würde man am Standort Peter und Paul versorgen. Zusammen mit der Ausgabe am Standort in der Luitpoldstraße käme man auf rund 1.000 Bürger, die jede Woche das Angebot der Tafel in Anspruch nehmen.

Viele Helfer

Die Pandemie habe sich bisher aber nicht auf die Anzahl der Bedürftigen ausgewirkt, so die Beobachtung. Die Zahl der Nutzer sei im vergangenen Jahr etwa gleich geblieben. Dafür sei erfreulicherweise die Zahl der Ehrenamtlichen gestiegen: Seit September hätten sich rund 30 Personen gemeldet, die mithelfen wollen. „Das freut uns natürlich sehr. Derzeit können wir deshalb fast gar keine neuen Helfer mehr aufnehmen“, erklärte Peters. Durch die Verstärkung sei es auch möglich, dass die älteren Mithelfer derzeit pausieren könnten. So müssten sie sich in Corona-Zeiten keinem unnötigen Risiko aussetzen. Hinzu komme die reibungslose Zusammenarbeit mit der Stadtkirche: „Die Kirche hat immer ein offenes Ohr für uns. Die Zusammenarbeit klappt wirklich hervorragend“, unterstrich Konrad Schussmann vom Team der Tafel. 

Unterstützung durch Freistaat

„Ich persönlich habe großen Respekt vor Ihrer Arbeit. Ich bin sehr dankbar, dass so viele Ehrenamtliche hier mithelfen. Die Eindrücke hier vor Ort bestätigen mir wieder, dass die Unterstützung durch den Freistaat richtig ist“, betonte Radlmeier. Regulär erhalte der Landesverband der Tafeln 100.000 Euro im Jahr vom Freistaat. „In der Pandemie haben wir zusätzliche 20.000 Euro bereitgestellt“, so Radlmeier. Dieser Betrag soll, neben den bereits gelieferten Masken, dabei helfen, den ersten Bedarf an Hygiene- und Schutzmaterialien bei den örtlichen Tafeln zu decken. „Für den kommenden Haushalt konnten wir als Fraktion im Landtag eine weitere Unterstützung für die Tafeln in Bayern durchsetzen“, führte Radlmeier aus. Zusammen mit dem Koalitionspartner habe man 150.000 Euro gesichert, damit die Arbeit der Tafeln in der Pandemie erleichtert wird. Diese Mittel könnten die Tafeln flexibel einsetzen – etwa für Fieberthermometer, Lastenfahrräder oder Kühlgeräte. „Was man vor Ort eben gerade benötigt“, so Radlmeier.

Dass diese Mittel gebraucht würden, wurde im Gespräch deutlich: „Unsere Kühlfahrzeuge haben ein gewisses Alter erreicht. Hier müssen wir bald für Ersatz sorgen“, erläuterte Peters. Peters dankte Radlmeier auch für seinen persönlichen Beitrag: Der Abgeordnete hatte im vergangenen Jahr die Anpassung der Diäten an die Landshuter Tafel und den Landshuter Hospizverein gespendet.

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