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Griechenlandpaket: Mehr Unternehmer im Bundestag nötig

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BDS-Präsident Marco Altinger lehnt das dritte Hilfspaket für Griechenland ab. Die Abstimmung zeige, dass der Bundestag mehr Unternehmersachverstand benötigt. Viele „Abweichler“ seien Unternehmer und hätten erkannt, dass man gutem Geld kein schlechtes hinterherwerfen solle.

“Die aktuelle Abstimmung zum dritten Hilfspaket für Griechenland hat gezeigt, dass der Rückhalt für neuerliche Hilfen weiter sinkt. Alle Drohungen seitens der Fraktionsführungen haben nichts genutzt“, sagt der Präsident des Bundes der Selbständigen (BDS) – Gewerbeverband Bayern Marco Altinger. So habe es alleine in der Union 63 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen und 17 Mandatsträger, die ihre Stimme erst gar nicht abgegeben haben.

„Für uns Mittelständer ist dies zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer dafür, dass immer mehr Abgeordnete das Fass ohne Boden nicht mehr stopfen wollen. Ebenso zeigt die Abstimmung, dass es im Bundestag mehr Unternehmer bedarf, da viele der so genannten “Abweichler” selbst Unternehmer waren beziehungsweise sind und mit unternehmerischen Sachverstand und Gewissen gehandelt haben“, so Altinger weiter. Skeptisch macht den Präsidenten von 18.000 Selbständigen und mittelständischen Unternehmern in ganz Bayern vor allem, dass bereits nach Verabschiedung des Paketes Zweifel auftauchen, ob der Umfang des dritten Pakets überhaupt ausreichend sei.

„Anstatt ein Fass ohne Boden wie den griechischen Staatshaushalt zu stopfen, solle der Bundestag lieber Investitionsprogramme für Schulen, Infrastruktur und Digitalisierung anschieben, um den immensen Investitionsbedarf zu decken”, sagt Marco Altinger. „Auch kluge Unternehmer investieren lieber, anstatt von der Substanz zu leben. Dies müsse auch der Bundestag mehr berücksichtigen“, so Marco Altinger abschließend.

-hs-