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Griechen rufen zum Boykott deutscher Produkte auf

Deutschland ist einer der größten Geldgeber für das von der Pleite bedrohte Griechenland. Dennoch ist nur wenige Tage nach der Einigung zwischen der Euro-Zone und Athen schnell klar, wer das Feindbild Nummer eins ist: Twitter-User rufen zum Boykott deutscher Produkte auf.

Hintergrund ist die Tatsache, dass Deutschland den größten Teil seiner Forderungen durchgedrückt habe und die Griechen nun sparen müssen. Was liegt da näher als deutsche Produkte zu boykottieren um die griechische Bevölkerung zu rächen. Der dazu auserkorene Hashtag #BoycottGermany verbreitet sich nun in rasender Geschwindigkeit um die Welt.

Und das die Forderungen: “Angie Merkel, Du ordnest Austerität an, wir boykottieren Deutschland und deutsche Produkte.”, schreibt der eine. Andere Twitterer zählen konkret Produkte von deutschen Firmen auf. Barcodes mit den Ziffern 400 bis 440, sollen gemieden werden. Ob es sich dabei ausschließlich um Produkte mit deutscher Herkunft handelt, bleibt unklar. Selbst der der griechische Außenminister Panos Kammenos teilte einen Aufruf zur Aktion. Ein Zeichen der Annäherung ist dies sicher nicht.

Die deutsche Wirtschaft bleibt indes gelassen. Wir nehmen das ernst, aber es gibt keinen Grund zur Panik”, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. “Solche Aufrufe hat es seit Beginn der Griechenlandkrise immer wieder gegeben. Sie sind weitgehend wirkungslos verpufft.”