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GOLDENE BÜRGERMEDAILLE AN ERICH GAHR UND WERNER SCHINDLER — OB Putz verleiht Medaillen an Stadtbrandrat a.D. und Ehrenbrandmeister

Auszug aus der Rede des Oberbürgermeisters Alexander Putz zur Verleihung der Bürgermedaille an Stadtbrandrat a.D. Erich Gahr und Ehrenbrandmeister Werner Schindler

Meine Damen und Herren,

ich freue mich, die Bürgermedaille an Stadtbrandrat a. D. Erich Gahr zu verleihen.

Herr Gahr trat mit 17 Jahren, 1970, in den Löschzug Rennweg der Freiwilligen Feuerwehr Landshut ein.

In den ersten zehn Jahren absolvierte er zahlreiche Lehrgänge an der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg, so dass er im April 1978 bereits zum Löschmeister befördert wurde.

1976 hatte sich Erich Gahr entschlossen, aus dem Ehrenamt einen Beruf zu machen und war als hauptamtlicher Gerätewart in die Feuerwehr der Stadt eingetreten.

Diese Entscheidung bedeutete nach eigener Aussage den größten Umbruch in seiner Laufbahn als Feuerwehrmann. Es folgten weitere Lehrgänge und Leistungsabzeichen, im Februar 1991 wurde Erich Gahr zum stellvertretenden Zugführer des Löschzugs Rennweg gewählt, kurz danach zum Hauptlöschmeister befördert.

1993 dann die Wahl zum Stadtbrandinspektor, zugleich Verpflichtung auf unbestimmte Zeit im Katastrophenschutz. 2001 wurde Herr Gahr zum Stadtbrandrat gewählt und trat die Nachfolge von Elmar Schlittmaier als Kommandant und Stadtbrandrat mit einer zweimaligen Wiederwahl bis zu seiner Verabschiedung aus dem aktiven Dienst im Jahr 2016. Seit 2002 ist er außerdem Geschäftsführer der Freiwilligen Feuerwehr – eine Aufgabe, die er bis zu seiner berufsmäßigen Pensionierung ausüben wird.

Für die Stadtverwaltung war Erich Gahr ein umgänglicher Ansprechpartner, es wurde eine enge und gute Zusammenarbeit gepflegt. Die Arbeit war von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Das ging so weit, dass Erich Gahr vor einigen Jahren den Weihnachtsbaum vor dem Rathaus spendete.

Unter den Feuerwehrkameraden ist Erich Gahr äußerst beliebt, er setzte sich für einen starken Zusammenhalt ein, er konnte nie nein sagen. Als Führungspersönlichkeit ließ er auch andere Meinungen gelten und war kein Mann der lauten Töne. Er hat die Landshuter Feuerwehr entscheidend geprägt und vorangebracht.

Dies wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. Zum Beispiel mit dem Leistungsabzeichen HL Stufe 3 (Gold rot), dem Ehrenkreuz und Diplom für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst, der Fluthelfermedaille und dem Ehrenkreuz der Bayerischen Feuerwehr in Silber.

Sein Engagement und seine Hilfsbereitschaft zeigte sich auch im privaten Bereich: In seinem Viertel und in der Pfarrgemeinde St. Pius ist Erich Gahr als aktives Mitglied bekannt und geschätzt.

Sehr geehrte Gäste,

Ich freue mich, die Bürgermedaille an den Ehrenbrandmeister Werner Schindler zu übergeben.

Auch er trat mit 17 Jahren, 1967, in die Feuerwehr ein, und zwar in den Stadtlöschzug 1 (offizieller Eintritt 1968 nach einem Jahr Grundausbildung). Bereits 1969 verpflichtete er sich für den Katastrophenschutz. Auch er absolviert erfolgreich verschiedene Lehrgänge an der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg, entschied sich aber, ehrenamtlich den Nachwuchs der Feuerwehr hier in Landshut auszubilden. Dieses Amt übte er 12 Jahre aus, bis er 1983 die stellvertretende Zugführung des Löschzugs Hofberg übernahm. Für ihn waren die Jahre als Ausbilder eine wichtige Zeit, denn den Kameraden das Rüstzeug für den Einsatz zu geben, machte ihm Spaß und war eine erfüllende Aufgabe. Eine Aufgabe, die allerdings zuweilen mit dem nötigen Ernst und Strenge, aber gerecht verfolgt werden musste: Das trug ihm unter den Anwärtern den humorvoll gemeinten Spitznamen „Schleifer-Schindler” ein. Denn wenn, wie er sagt, schon in der Ausbildung geschlampt wird, und die Handgriffe nicht sitzen, hat man sie im Einsatz in Stress-Situationen nicht parat.

1991 wurde er zum Zugführer des Löschzugs Stadt 2 ernannt und blieb dies bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 2003. Der Zusammenhalt der Kameraden ist für Werner Schindler ein wesentlicher Aspekt seines Engagements in der Feuerwehr. Dazu kommt sein Wille, etwas für die Gemeinschaft, in der er lebt, zu tun – sei es als Feuerwehrmann, sei es im Katastrophenfall. Dabei hat er immer auch Verantwortung übernommen für das Wohl der ihm als Ausbilder und später als Zugführer anvertrauten Kameraden.

Die beiden Männer, die heute hier ausgezeichnet werden, gehören in dieser Hinsicht im besten Sinne zur „alten Schule”. Sie verkörpern unaufgeregtes Handeln, selbstverständliches Einstehen für die eigenen Entscheidungen. Das ehrenamtliche Engagement für die Feuerwehr, das Werner Schindler fast sein ganzes bisheriges Leben begleitet hat, wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, unter anderem mit dem Leistungsabzeichen HL Stufe 5 (Gold mit rot), dem Ehrenkreuz und Diplom für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst und dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold. 2011 wurde er außerdem zum Ehrenbrandmeister ernannt.

 

Erich Gahr bedankte sich auch im Namen seines Kollegen Werner Schindler bei allen politischen Vertretern der Stadt recht herzlich, besonders bei den Stadträten, die für die Feuerwehr zuständig waren für die gewährte Unterstützung. Ein besonderer Dank galt den ehemaligen Oberbürgermeistern Josef Deimer und Hans Rampf.  Stadtbrandrat Erich Gahr freute sich besonders darüber, dass der Festakt im ehrwürdigen Rathaus Prunksaal stattfand!

 

Für die musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten Mathias Huth, Klavier und Christian Mattick, Flöte!

 

Fotos: Lodermeier