Home Allgemein GLYPHOSATABSTIMMUNG NOCHMALS VERSCHOBEN — Bund Naturschutz fordert Ministerpräsident Seehofer zum Eingreifen auf

GLYPHOSATABSTIMMUNG NOCHMALS VERSCHOBEN — Bund Naturschutz fordert Ministerpräsident Seehofer zum Eingreifen auf

 

GLYPHOSATABSTIMMUNG NOCHMALS VERSCHOBEN

BUND NATURSCHUTZ FORDERT MINISTERPRÄSIDENT HORST SEEHOFER ZUM EINGREIFEN AUF

 

Der BUND Naturschutz setzt weiterhin auf ein Verbot des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat, das auf 40 Prozent aller Ackerflächen auch in Bayern eingesetzt wird. Der BN Vorsitzende Hubert Weiger kritisiert, dass die EU-Kommission bei der gestrigen Sitzung des EU-Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel keine Ab-stimmung der EU-Mitgliedstaaten über die Wiederzulassung des um-strittenen Totalherbizids Glyphosat herbeigeführt hat. „Die EU-Kommission war zu feige, den Tatsachen ins Auge zu blicken. Zum zweiten Mal hat es die Kommission nicht gewagt, die Mitgliedstaaten abstimmen zu lassen, denn sie hätte keine qualifizierte Mehrheit für die Wiederzulassung von Glyphosat zustande gebracht”, so Wei-ger. „Die EU-Kommission muss die Hängepartie umgehend beenden und Glyphosat die Wiederzulassung verweigern. Das gebietet das Vor-sorgeprinzip zum Schutz von Umwelt und Verbrauchern. Die Kommis-sion muss die Bedenken in vielen Mitgliedstaaten ernst nehmen und darf sich nicht zum Erfüllungsgehilfen von Monsanto machen”, so der BN und BUND-Vorsitzende.

Der BUND Naturschutz hatte im Vorfeld der Entscheidung sowohl Landwirtschaftsminister Brunner als auch den CSU- Bundeslandwirt-schaftsminister Christian Schmidt aufgefordert, sich klar gegen die Wie-derzulassung auszusprechen. „Jetzt muss Ministerpräsident Horst Seehofer seinen Einfluss geltend machen, und Schmid zu einer eindeu-tigen ablehnenden Haltung bewegen. Das Milliardengeschäft mit Gly-phosat muss endlich gestoppt werden. Gott behüte Bayerns Fluren vor Glyphosat und Unverstand”, fordert Richard Mergner, BN Landes-beauftragter in Anspielung auf die Bayernhymne.

Ohne den breiten Widerstand der Umweltverbände und weiter Teile der Zivilgesellschaft wäre dieser Zwischenerfolg nicht erreicht worden.