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GLYPHOSAT: MdB Rita Hagl (SPD) Weiterhin langfristiger Ausstieg erforderlich

Glyphosat: Weiterhin langfristiger Ausstieg erforderlich!

Berlin, 16. März 2017. Zu der Stellungnahme der Europäischen Chemieagentur (ECHA) vom 15. März, wonach die ihr vorliegenden Studien eine Einstufung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat als krebserregend nicht rechtfertigen, erklärt die stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft und für Pflanzenschutzmittel zuständige Berichterstatterin in der SPD-Bundestagsfraktion, Rita Hagl-Kehl, MdB:

„Die Empfehlung der ECHA ändert wenig an dem, was wir über Glyphosat wissen, und nichts an der Position der SPD-Bundestagsfraktion. Glyphosat birgt erhebliche Umweltrisiken und schadet der Artenvielfalt auf unseren Äckern und Feldern. Bestätigt wurde seitens der ECHA, dass das Pestizid fürWasserorganismen giftig ist und der Gebrauch schwere Augenschäden verursachen kann. Die Stellungnahme der EU-Behörde widerspricht allerdings der Einschätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die 2016 empfohlen hatte, Glyphosat auch als „organschädigend bei wiederholten Gebrauch“ zu klassifizieren. Die Einschätzung „nicht krebserregend“ steht in Widerspruch zu den Ergebnissen der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) derWHO von 2015.

Glyphosat ist weder fürMensch, Tier und Umwelt harmlos, noch für die Landwirtschaft nachhaltig. Das Ziel der SPD-Fraktion ist deshalb weiterhin der langfristige vollständige Ausstieg. Dafür müssen Alternativen und ein praktikabler Ausstiegsplan für die Landwirtschaft entwickelt werden. Kurzfristig wollen wir zu einer Reduktion der eingesetzten Mengen kommen und auf EU-Ebene strenge Anwendungsbestimmungen durchsetzen. Glyphosathaltige Herbizide in Haus- und Kleingärten sowie der Einsatz in den Kommunen, zumBeispiel auf Spielplätzen, müssen verboten werden.“

Foto: Büro Hagl