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Glücksboten in Landshut

Keine andere bayerische Stadt beherbergt noch so viele Rauchschwalben wie Landshut. Die Gelegenheit, die Brutplätze der Stadtschwalben zu erkunden, gibt es bei einer Führung gemeinsam mit Susanne Rieck vom Fachbereich Naturschutz am kommenden Samstag, 15. August, um 9 Uhr. Treffpunkt ist am Hauptportal der Martinskirche.

PRESSEMITTEILUNG
Führung der unteren Naturschutzbehörde zu den Brutplätzen der Stadtschwalben

Schwalben gelten auch heute immer noch als Boten des Glücks. Von Haus und Hof waren sie einst nicht wegzudenken. Doch mittlerweile sind die Glücksboten vielerorts seltene Gäste. Nicht so in Landshut. Wo die Schwalben in der Stadt Zuhause sind, zeigt Susanne Rieck vom Fachbereich Naturschutz am kommenden Samstag, 15. August, um 9 Uhr, bei einer Schwalbentour, für die man sich ab sofort anmelden kann. Treffpunkt ist am Hauptportal der Martinskirche.

Über 70 Nester der Rauchschwalben sind im Stadtbereich zu finden. In Innenhöfen, Hauseingängen und auch wieder unter den Bögen haben die Schwalben ihre Nester. An ihren akrobatischen Flugkünsten und ihrem Gezwitscher kann man sich von April bis September erfreuen. Vor allem jetzt im August, nachdem die Jungvögel fast alle geschlüpft sind, kann man über den Dächern oft Hunderte von Schwalben beobachten. Zu einer Schwalbentour zu den Brutplätzen im Bereich zwischen Alt- und Neustadt lädt Susanne Rieck vom Fachbereich Naturschutz der Stadt am kommenden Samstag, 15. August, um 9 Uhr ein. Treffpunkt ist am Hauptportal der Martinskirche.
Rauchschwalben sind Zugvögel. Rund 12.000 Kilometer legen sie zurück, um aus Afrika wieder nach Bayern zu kommen. Hier angekommen, suchen die ortstreuen Vögel ihre angestammten Brutplätze auf. Diese befinden sich oft in unmittelbarer Nähe von Menschen, meist im Inneren von Gebäuden. Die Tatsache, dass sie früher auch an offenen Kaminen oder Rauchfängen brüteten, trug ihnen ihren Namen ein.

Keine andere bayerische Stadt beherbergt noch so viele Rauchschwalben wie Landshut. Hier in den Gassen der Altstadt finden diese alles, was sie zur Aufzucht ihres Nachwuchses brauchen. Die Architektur der Häuser mit ihren Nischen, Arkaden, Durchgängen bietet ideale Nistmöglichkeiten, die Nähe zur Isar garantiert reiches Insektenvorkommen als Nahrung.
Während vielerorts die Bestände drastisch zurückgehen, nimmt in Landshut die Zahl der Stadtschwalben in den letzten Jahren sogar wieder zu. Über das von der Regierung geförderte Artenschutzprojekt „Gebäudebrüter in Landshut“ werden Hausbesitzer kostenlos beraten; fast alle wissen mittlerweile, dass die Nester ganzjährig unter Schutz stehen. Gegen Verschmutzung unter den Nestern gibt es kostenlose Kotbretter, die gerne angenommen werden. Durch Bereitstellung von Kunstnestern werden etliche neue Brutplätze geschaffen.

Viele Landshuter sind stolz auf ihre traditionellen Sommergäste – in manchen Innenhöfen gibt es die Nester bereits seit Jahrzehnten.
Die Gelegenheit, die Brutplätze der Landshuter Stadtschwalben zu erkunden, gibt es bei einer Führung am Samstag, 15. August, um 9 Uhr. Treffpunkt ist am Hauptportal der Martinskirche. Bei Regen wird der Termin auf Sonntag, 16. August, um 9 Uhr, verschoben.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann. Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist erforderlich. Für Anmeldung, weitere Information und Beratung steht Susanne Rieck vom Fachbereich Naturschutz unter Telefon 0151/52170281 zur Verfügung.

Foto: Stadt Landshut