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Gemeinsam für das Wohl der Corona-Patienten

MdB Nicole Bauer (mitte) informierte sich über die Herausforderungen für die LAKUMED Kliniken durch das Coronavirus bei Jakob Fuchs (li) und Gunthard Goresch (re).


MdB Nicole Bauer informierte sich über Herausforderungen für die LAKUMED Kliniken

Landkreis Landshut. Vergangene Woche besuchte Nicole Bauer (FDP), seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages, die LAKUMED Kliniken, um sich über die Herausforderungen für die Krankenhäuser des Landkreises bedingt durch das Coronavirus zu informieren. Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, und Oberarzt Gunthard Goresch gaben einen Einblick in den Krankenhausalltag mit Corona-Patienten und erklärten, welche Hürden die Krankenhäuser zu überwinden haben.

„Rückblickend haben wir die erste Corona-Welle sehr gut gemeistert“, sagte Fuchs zu Beginn des Gesprächs „Wir haben alle planbaren Eingriffe innerhalb kürzester Zeit zurückgefahren und Kapazitäten für Corona-Patienten geschaffen. Wir haben Räumlichkeiten umfunktioniert, Abläufe definiert und immer weiter optimiert. Und wir haben viel Geld in die Hand genommen, um unsere Mitarbeiter bestmöglich zu schützen und Patienten mit dem Coronavirus kompetent versorgen zu können.“ Bauer zeigte sich von dieser Leistung beeindruckt, warnte aber zugleich, dass die mit den Lockerungen einhergehenden Freiheiten hohe Eigenverantwortung bedingten: „Ich habe kein Verständnis dafür, zum jetzigen Zeitpunkt private Partys zu feiern.“

Aufgrund der derzeit wenigen Verdachtsfälle in den Häusern der LAKUMED Kliniken würden die Krankenhäuser nun gerne wieder mehr elektive Untersuchungen und Operationen durchführen, da viele Patienten seit Monaten auf einen Termin warten. Bedingt durch die derzeit geltende Allgemeinverfügung des Bayerischen Innen- und des Bayerischen Gesundheitsministeriums müssen aber etwa 150 Betten bei LAKUMED freigehalten werden – ein Vielfaches an Betten, die während der ersten Welle bei maximaler Belegung mit Covid-19-Patienten benötigt wurden. „Wir haben eine Bugwelle an planbaren aber notwendigen Operationen, die wir immer weiter vor uns herschieben“, so Fuchs. „Dabei handelt es sich zwar um keine Notfälle aber dennoch um Patienten, die durch das Warten zunehmend an Lebensqualität verlieren.“ Die LAKUMED Kliniken hätten bewiesen, innerhalb kürzester Zeit mehr Kapazitäten für Corona-Patienten schaffen zu können. „Jetzt sind wir vorbereitet und mit den Abläufen vertraut“, sagte Fuchs. „Damit könnten wir jederzeit ein zweites Mal innerhalb weniger Stunden bzw. Tage wieder Kapazitäten schaffen.“

Oberarzt Goresch, der zusammen mit Dr. Sandra Brenner die Isolierstation für Corona-Patienten mit Überwachung am Krankenhaus Landshut-Achdorf leitete, informierte über die Umstrukturierungen, um Isolierbereiche für Patienten mit dem Coronavirus je nach Schweregrad der Erkrankung zu schaffen. „Auf der Intensivstation wurden Trennwände eingefügt, die Überwachungsstation wurde unter anderem mit Monitoren und einem Blutgasanalyse-Gerät ausgestattet und die ärztliche und pflegerische Betreuung der Corona-Patienten neu organisiert und rund um die Uhr sichergestellt“, so Goresch. „Der Zusammenhalt der Mitarbeiter war fantastisch: Alle Beteiligten übernahmen freiwillig, höchst kompetent und hoch motiviert Dienste auf den Corona-Stationen.“

Nicole Bauer dankte für den Einblick in den Krankenhausbetrieb während der Coronakrise und sprach ein großes Lob an alle Beteiligten aus. „Es ist unglaublich, was von so vielen Helfern geleistet wurde“, sagte sie. „Dieses Engagement macht unsere Region stark für die Zukunft.“

Bildquelle: LAKUMED Kliniken