Home Allgemein Geheim-Pläne im Landshuter Rathaus entdeckt! Putz plant Verlängerung des Josef-Deimer-Tunnels

Geheim-Pläne im Landshuter Rathaus entdeckt! Putz plant Verlängerung des Josef-Deimer-Tunnels

Landshut, 1.4.2018:
Geht es nach OB Putz würde der vorhandene Tunnel durch den Hofberg bis zur geplanten B 15neu an der Stadtgrenze verbunden werden.
Diese Überlegungen ergeben sich aus einem im Landshuter Rathaus gefundenen Aktenvermerk mit Handskizzen des Tiefbauingenieurs Alexander Putz. Der auf einer Flipchart dargestellte Entwurf eines Tunnelportals (an das Portal der Wiener Hofburg erinnernd) in Verlängerung der Podwilsstraße und der grobe Linienverlauf im südlichen Isarhang bis auf Höhe der Kläranlage an der östlichen Stadtgrenze lässt diese ambitionierte Planung deutlich erkennen.
Fraglich ist zur Stunde wann der OB mit dieser Idee an die Öffentlichkeit bzw. den Stadtrat herantreten wollte.
Gewöhnlich gut unterrichtete Kreise im Rathaus gehen davon aus, dass er diesen genialen Plan kurz vor der OB-Wahl 2020 präsentieren und sich damit endgültig die Wiederwahl sichern wollte.
Nun ist aber durch einen unglücklichen Umstand die Planung bereits jetzt ans Tageslicht gekommen und die ersten Reaktionen der politischen Vertreter im Rathaus fallen unterschiedlich aus. Während die Landshuter Mitte bedingungslos hinter der Idee des OB steht und einräumt bereits davon gewußt zu haben, äußert Anja König für die SPD reflexartig heftige Kritik und fordert einen sofortigen Stopp der Planungen zugunsten einer städtischen Wohnungsgesellschaft.
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Stefan Gruber stellt klar, dass Putz aufgrund solcher individualverkehrsfreundlicher Überlegungen ab 2020 keinesfalls mehr auf sechs Jahre gewählt werden kann, sondern höchstens um drei Jahre verlängert werden sollte.
Diese Autofahrerfreundlichkeit ist auf Dauer für die Stadtentwicklung und den Klimaschutz unerträglich.
Die Überlegungen von Putz einen großen Schadstofffilter in der Mitte des neuen Tunnels einzubauen hält Gruber für Unglaubwürdig.
Ludwig Graf und Rudolf Schnur sehen für Auloh eine große Entlastung auf der LA 14 und begrüßen die Planung daher grundsätzlich.
Für die ÖDP ist entscheidend, dass während der Bauarbeiten der Schutz der Ochsenau gesichert ist und eine direkte Anbindung des Grünen Zentrum an den Tunnel hergestellt wird.
Die Freien Wähler überlegen, ob ein Teil des neuen Tunnels für Starkbierfeste und Schlechtwetterdulten genutzt werden könnte. Gegenwärtig wollen sie sich nicht konkret festlegen, weil nicht gesichert ist, dass die Bürger dafür keine Beiträge leisten müssen.
Stadtdirektor Andreas Bohmeyer schlug schon mal vor den Tunnel auf den Namen „Alexander-Putz-Tunnel“ zu taufen.
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