Home Allgemein GEFAHRGUTUNFALL IN LANDSHUTER GEWERBEBETRIEB — Großeinsatz der Rettungskräfte

GEFAHRGUTUNFALL IN LANDSHUTER GEWERBEBETRIEB — Großeinsatz der Rettungskräfte

Gefahrgutunfall in Landshuter Gewerbebetrieb

Großeinsatz der Rettungskräfte

 

In einem Landshuter Gewerbebetrieb kam es am Mittwochmorgen in einem abgeschlossenen Lagerraum zu einem Unfall mit chemischen Stoffen. Da die genaue Lage an der Unfallstelle zunächst unbekannt und auch von außen nicht einsehbar war, wurde zuerst eine weiträumige Absperrung eingerichtet.

Der durch die Feuerwehr an der Unfallstelle vorgefundene Vorfall kann vereinfacht wie folgt beschrieben werden:

Durch eine Öffnung an einem Übergangsstück des Lagerbehälters konnten sich ein säurehaltiges Bleichmittel und ein Waschmittel vermischen. Dadurch fand eine exotherme Reaktion statt und es wurden geringe Mengen an Wasserstoff und Sauerstoff freigesetzt. Die Konzentration des Wasserstoffs war gering und verflüchtigte sich schnell, so dass zu keiner Zeit eine erhöhte Explosionsgefahr bestand. Auch eine Gefährdung für die Umwelt konnte schnell ausgeschlossen werden, da sich der kontaminierte Bereich ausschließlich auf den Lagerraum beschränkte.

Einsatzkräfte der Feuerwehr gingen unter schwerem Atemschutz und mit speziellen Chemikalienschutzanzügen in den Lagerraum vor und konnten dort das Behältnis mit dem austretenden Stoff schließen. Parallel wurde der Bereich und die anderen dort lagernden Behältnisse mit einer Wärmebildkamera auf Hitzeentwicklung und weitere chemische Reaktionen geprüft, dabei konnten keine besonderen Feststellungen gemacht werden. Die Träger der Chemikalienschutzanzüge wurden nach dem Einsatz vor dem Ablegen der Anzüge in einer speziellen Dekontaminationsanlage dekontaminiert und gewaschen.

Soweit der Feuerwehr mitgeteilt wurde, kamen bei dem Unfall sechs Mitarbeiter des Betriebes mit dem Stoff in Kontakt, mussten jedoch nach einer Sichtung durch den Rettungsdienst glücklicherweise nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Feuerwehren aus Landshut (Löschzüge Stadt, Achdorf, Hofberg, Siedlung und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung) und Piflas sind mit 80 Einsatzkräften vor Ort. Dazu mehrere Einheiten der Rettungsdienste (Notärzte, Rettungswägen, Schnelleinsatzgruppe Gefahrgut, Schnelleinsatzgruppe Betreuung, Sanitätseinsatzleitung) mit etwa 35 Personen. Der Einsatz wird von Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Stadtbrandinspektor Martin Dax geleitet und läuft zur Stunde (10:30) noch. Mit dem Betreiber wird aktuell die Aufnahme der entstandenen Flüssigkeit abgeklärt. Während der Erstphase des Einsatzes wurden zur Aufstellung der Rettungskräfte die Ottostraße und de Hofmark-Aich-Straße komplett gesperrt. Die Sperren konnten zwischenzeitlich gelockert werden.