Home Allgemein Gasaustritt / Brennender Gasanschluss in der Schillerstraße in Landshut

Gasaustritt / Brennender Gasanschluss in der Schillerstraße in Landshut

Am Mittwochnachmittag wurde die Landshuter Feuerwehr gegen 16:20 zu einem Kellerbrand in einem gerade im Umbau befindlichen Gebäude an der Schillerstraße alarmiert. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte dann schnell fest, dass nicht etwa in diesem Keller gelagerte Gegenstände in Flammen standen, sondern eine beschädigte Gasleitung samt Armaturen brannte. Deshalb wurden sofort die Stadtwerke mit hinzugezogen und in Zusammenarbeit mit der Polizei eine weiträumige Absperrung eingerichtet. Ziel der Feuerwehr war es zu diesem Zeitpunkt, die Flamme direkt an der Austrittsstelle nicht zu löschen und so lange wie möglich brennen zu lassen, um das ausströmende Gas dann sicher “abfackeln” zu können. Leider ging die Flamme in der Folge durch mehrere Verpuffungen und abplatzenden Beton dann doch aus, so dass das Gas unsichtbar weiter ausströmte. Diese Ausbreitung des Gases war sowohl direkt vor dem Gebäude “riechbar” als auch durch die Messgeräte der Feuerwehr in unmittelbarer Umgebung des Gebäudes deutlich messbar.

Dementsprechend wurde dann entschieden, die benachbarten Wohnanlagen durch die Polizei und nachalarmierte Kräfte der Feuerwehr zu evakuieren und den Bereich Schillerstraße, Seligenthalerstraße bis hinüber zur Ludmillastraße komplett zu sperren. Weiterhin wurden durch die Feuerwehr zur Sicherheit sowohl aus der Seligenthaler Straße als auch aus der Ludmilastraße Wasserleitungen zur Schillerstraße verlegt, um im Falle einer Entzündung des Gases schnell eingreifen zu können. Auch mehrere Atemschutzträger standen für den Ernstfall in Bereitschaft. Da im Gebäude selbst ein Abdrehen der Gasleitung wegen der erfolgten Beschädigungen nicht mehr möglich war, wurden durch die Stadtwerke umgehend schweres Gerät und Baumaschinen zur Einsatzstelle verlegt, um die zum Haus führende Gasleitung in der Schillerstraße freizulegen. Während diese Arbeiten in die Wege geleitet wurden, konnte die Austrittsstelle im Keller durch Mitarbeiter der Stadtwerke mit Hilfe eines speziellen Dichtbandes provisorisch abgedichtet und somit der Gasaustritt verringert werden. Nachdem dann schließlich die Gasleitung freigelegt war, konnte die Gaszufuhr in das Gebäude endgültig gestoppt werden. Anschließend erfolgte nochmals eine Freimessung aller betroffenen Bereiche im und in unmittelbarer Nähe des betroffenen Gebäudes. Dabei wurden keinerlei auffällige Werte mehr gemessen, so dass die Sperrungen schließlich gegen 19:00 aufgehoben werden konnten. Alle Anwohner konnten dann auch wieder in ihre Wohnungen gehen.

Der Einsatz der Feuerwehr wurde von Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Stadtbrandinspektor Martin Dax geleitet. Beide wurden durch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung der Landshuter Feuerwehr tatkräftig unterstützt. Insgesamt war die Landshuter Feuerwehr mit den Löschzügen Stadt, Achdorf, Rennweg und Siedlung vor Ort. Die Gesamtstärke der Feuerwehr lag bei 75 Kräften und 13 Fahrzeugen. Da im Innenstadtbereich somit viele Kräfte längerfristig gebunden waren, wurde durch die Einsatzleiter zudem entschieden, die Tanklöschfahrzeuge der Löschzüge Hofberg und Frauenberg samt Mannschaft und Atemschutzträgern während des laufenden Einsatzes abrufbereit in die Hauptfeuerwache zu beordern.

Parallel zum Einsatz von Feuerwehr und Polizei wurden durch die Rettungskräfte – vorwiegend BRK und Malteser Hilfsdienst – zahlreiche Einheiten zur Absicherung des Einsatzes sowie zur Betreuung der Evakuierten und der Einsatzkräfte hinzugezogen. Hier waren schließlich aus Stadt und Landkreis Landshut inklusive der mobilen Einsatzleitung ebenfalls rund 60 Einsatzkräfte mit gut 20 Notarzt-, Rettungs-, Transport- und Versorgungsfahrzeugen vor Ort. Soweit der Feuerwehr bekannt ist, wurde bei dem Einsatz niemand verletzt.

Wie es zu dem Unglück kommen konnte und wie hoch der entstandene Sachschaden ist, ist der Feuerwehr nicht bekannt. Die Landshuter Polizei, die im unmittelbaren Umfeld der Einsatzstelle sowie an zahlreichen Straßensperren mit diversen Streifen im Einsatz war, hat noch vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

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