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FREIGABE FÜR B15 NEU-TUNNEL — Bundesminister Dobrindt sagt Einhausung für Lärm- und Umweltschutz zu

Freigabe für B 15 neu-Tunnel

Bundesverkehrsminister Dobrindt sagt Einhausung für Lärm- und Umweltschutz zu

 

Die B 15 neu soll im Bereich Ohu durch einen Tunnel verlaufen, um den bestmöglichen Lärm- und Umweltschutz in dem Essenbacher Ortsteil zu erreichen. Das hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gestern bei einer Verkehrsbesprechung im Essenbacher Rathaus bekannt gegeben. Er war auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Florian Oßner (CSU) gekommen, um sich vor Ort ein Bild über die Weiterführung der B 15 neu über die A 92 hinaus zu machen.

Ohu wird von der vierspurigen Straße durchquert. Nirgendwo sonst rückt die B 15 neu so nah an Wohnbebauung heran. Darum soll dort auf einer Länge von 320 Metern ein Tunnel entstehen, damit die Anwohner der naheliegenden Wohnsiedlung mit mehr als 100 Häusern vor Lärm geschützt werden. Außerdem wird der Ortsteil so nicht durch Lärmschutzwälle zerschnitten.  Vorteile überwiegen Mehrkosten deutlich

„Die Vorteile dieser Lösung überwiegen deutlich im Vergleich zu den Mehrkosten von 800 000 Euro für den Bau und jährlich rund 100 000 Euro für den Betrieb des Tunnels“, sagte Dobrindt. Die Kosten für den Tunnel lägen bei nur 0,03 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 260 Millionen Euro für die Ost-Süd-Umgehung der Stadt Landshut.  Überzeugt habe den Bundesverkehrsminister vor allem, dass die Tunnellösung baulich attraktiver sei als die bisherige Planung: Weil die Straße nach der Unterquerung der A 92 im Grundwasser verläuft, muss sie beschwert werden. Das gelingt mit dem Deckel für einen Tunnel wesentlich besser, als die Straße mit einer bis zu 2,5 Meter dicken Bodenplatte auf dem richtigen Niveau zu halten. Die Tunnellösung ist in dieser Hinsicht um 70 Prozent effektiver und verbraucht deutlich weniger Beton. Zudem ist ein geringerer Eingriff ins Grundwasser notwendig und die Trinkwasserversorgung von Ohu wird besser geschützt.

Tunnel erhöht Akzeptanz der B 15 neu weiter

Wie Verkehrspolitiker Oßner erklärte, sei ein weiteres gewichtiges Argument für den Tunnel, dass mit dieser Variante die Akzeptanz der B 15 neu in der Bevölkerung vor Ort noch größer wird. „Diese Lösung bringt mehr Lebensqualität und weniger Belastung“, betonte Dobrindt. Darum hat er die Straßenbauverwaltung angewiesen, den Tunnel mit in das Planfeststellungsverfahren aufzunehmen, das im Frühjahr 2018 beginnen und voraussichtlich zwei Jahre dauern soll. „Weil die Finanzierung des Projekts durch den neuen Bundesverkehrswegeplan gesichert ist, kann nach Erteilung des Baurechts schnell mit dem Bau begonnen werden. Und zwar unabhängig vom Anschluss der B 15 neu aus Richtung Norden an die A 92.“

„Jetzt ist die Ost-Süd-Umfahrung von Landshut eine runde Sache“, freute sich Infrastrukturpolitiker Oßner, der sich im Verkehrsausschuss des Bundestages intensiv für das Projekt eingesetzt hatte. „Dieser Erfolg zeigt, dass die Politik auf die Anliegen der Bevölkerung eingeht.” Dobrindts Zusage sei der Lohn für das jahrelange Engagement der CSU und ihrer örtlichen Mandatsträger, die sich seit Jahren um eine solche Lösung bemüht hätten.  Auch Essenbachs Bürgermeister Dieter Neubauer war zufrieden: „Der Tunnel ist die Belohnung für die intensive Überzeugungsarbeit, die wir in der Gemeinde für die B 15 neu geleistet haben.“

Bildtext:  Essenbachs Bürgermeister Dieter Neubauer (Zweiter von links), zeigt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (Zweiter von rechts), MdB Florian Oßner (rechts) und dem Essenbacher CSU-Vorsitzenden Karl-Josef Wenninger den Verlauf der B 15 neu durch Ohu an der Stelle, wo der Tunnel den Ort durchqueren soll – im Hintergrund ist die Baustelle des Kreuzes von A 92 und B 15 neu zu sehen.