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Fördert die Stadtverwaltung das Wildbieseln?

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Fördert die Stadtverwaltung sogar das Wildbieseln?

Diese Frage stellte Stadtrat Rudolf Schnur in der Frageviertelstunde im Bausenatssitzung am 24. Mai 2012.

Grund dafür war die vom Liegenschaftsamt beim Baureferat beantragte Nutzungsändeurng des ehem. Feuerwehrgerätehauses Schönbrunn (Löschzug 8) für eine gewerbliche Nutzung als Kfz-Aufbereitungsdienst.

Gewöhnlich vor Ort gut unterrichtete Personen haben Stadtrat Schnur davon in Kenntnis gesetzt, dass der Gewerbebetrieb bereits vor der Genehmigung der Nutzungsänderung am 20. April 2012 betrieben worden war und bereits umfangreicher Schriftverkehr zwischen Bürgern und der Stadtverwaltung bzw. dem Oberbürgermeister bestand.

Wie bei ordnungsgemäßer Gewerbeausübung üblich müsste beispielsweise eine Toilette für die Beschäftigten und evtl. auch die Kunden nachgewiesen werden.

Dies ist vor Ort nicht der Fall. Eine Wasserversorgung ist dort durch eine Grundwasserpumpe gegeben. Das Abwasser des Gewerbebetriebes, davon geht die Stadt in seinen Auflagen aus, soll durch den Pächter mittels Transport in geeigneten Behälter an dafür zugelassenen Stellen erfolgen. Autoaufbereitung, Reifenwäsche usw. ohne direkte Abwasserentsorgung? Wo gibt es das sonst noch? Da stört es wohl auch nicht, wenn kleinere Lackarbeiten ohne die sonst üblichen Filter- und Absauganlagen durchgeführt werden.

Beobachter der durch die Stadt geschaffenen Situation wird es zu Recht als störend empfunden, dass die Notdurft der dort Beschäftigten im nahen Wald oder an den Wänden von Gebäuden befriedigt wird. Oberbürgermeister Hans Rampf riet in der Bausenatssitzung dazu, für die Notdurft doch den nahegelegenen Schweinbach zu nutzen.

Ursprünglich hatte das Liegenschaftsamt beabsichtigt, nach dem verdienten Umzug des Löschzuges 8 aus dem, den Ehrenamtlichen schon zu lange zugemuteten Gebäude (fehlende Sanitäranlagen, fehlende Möglichkeiten der Reinigung von Material und Kleidung nach Einsätzen, unzureichende Heiz- und Lüftungsmöglichkeiten, Schimmelbildung an der Kleidung usw.) die Liegenschaft zu veräußern. Ein Interessent war bereits vorhanden.

Nun kam alles anders und die Obrigkeit verschließt beide Augen?

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