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Flugkünstler über den Dächern von Landshut

Vielerorts schauen die Jungvögel schon neugierig aus ihren Brutplätzen. Ihr Ausflug erfolgt in den Abendstunden ohne Beisein der Eltern. Einmal ausgeflogen bleiben die Mauersegler die nächsten zwei Jahre ununterbrochen in der Luft. Wer Mauersegler live an ihren Brutplätzen erleben will, ist am Samstag, 18. Juli, um 19.30 Uhr, zu einer Führung mit Susanne Rieck eingeladen. Treffpunkt ist am Maxwehr.

PRESSEMITTEILUNG
Führung der unteren Naturschutzbehörde zu den Brutplätzen der Mauersegler

Mit hellen „srieh-srieh“-Rufen und pfeilschnellen Flügen sind sie auch in Landshut zu beobachten: die Mauersegler, die eleganten Akrobaten der Lüfte. Sie sind der Inbegriff des Sommers – ihre geselligen Flugtrupps begleiten mit ihren Rufen und eindrucksvollen Flugkünsten durch die warme Jahreszeit. Ihr schriller Schrei lässt viele Stadtbewohner verwundert nach oben schauen. Der Mauersegler zählt zu den ausdauerndsten Fliegern – er kommt monatelang ohne Bodenkontakt aus und schläft sogar im Flug. Bevor die besonderen Vögel im August wieder „abreisen“, gibt es die Gelegenheit, sie live an ihren – meist verborgenen – Brutplätzen zu erleben: am Samstag, 18. Juli, um 19.30 Uhr, lädt Susanne Rieck vom Fachbereich Naturschutz der Stadt zu einer Führung ein. Treffpunkt ist am Maxwehr.

Am Himmel werden die Mauersegler oft mit Schwalben verwechselt. Tatsächlich sind sie aber deutlich größer und haben viel längere Flügel. Auch in ihrer Lebensweise unterscheiden sie sich unverkennbar.
Mauersegler sind spezialisiert auf ein Leben im Flug. Sie fressen, schlafen und paaren sich in der Luft, monatelang kommen sie ohne Bodenkontakt aus. Könnten sie im Flug auch brüten, würden sie wohl ihr ganzes Leben keinen Fuß auf den Boden setzen.
Den Winter verbringen sie in Afrika, ab Mitte April kehren sie in ihre angestammten Brutplätze zurück – und bleiben nur für eine kurze Zeit. Nachdem sie ihre Jungen aufgezogen haben, reisen sie im August schon wieder ab. Wer diese Akrobaten der Lüfte jetzt noch einmal bewundern möchte, dem rät Susanne Rieck vom Fachbereich Naturschutz der Stadt, die Zeit zu nutzen, denn kurz vor ihrem Abflug nach Afrika sind die Mauersegler am aktivsten und damit am besten zu beobachten.
Die Gelegenheit, Mauersegler live an ihren Brutplätzen zu erleben, gibt es am Samstag, 18. Juli, um 19.30 Uhr, bei einer Führung: Susanne Rieck zeigt nicht nur Originalbrutplätze der Segler, sie informiert auch über neu geschaffene Quartiere.
Denn so auffallend die lautstarken Flugspiele der Mauersegler sind, so verborgen sind meist ihre Brutplätze. Die geselligen und sozialen Vögel brüten in Hohlräumen und Nischen unter den Dächern, meist unbemerkt von den menschlichen Bewohnern. Dies wird ihnen immer mehr zum Verhängnis. Der Abriss alter Gebäude, Gebäudesanierungen und moderne Fassadendämmungen gefährden ihre Bestände. Umso erfreulicher sind daher in Landshut die sichtbaren Erfolge des Artenschutzprojektes „Gebäudebrüter in Landshut“. Zahlreiche Brutplätze wurden gesichert, erhalten und neu geschaffen.
Treffpunkt der Führung ist am Maxwehr. Von dort geht es zu umliegenden Brutkolonien, wo die Vögel in den frühen Abendstunden gut bei ihren rasanten Flugspielen, den sogenannten Screaming-Partys zu beobachten sind.
Bei Regen wird der Termin auf Sonntag, 19. Juli, um 19.30 Uhr, verschoben. Für weitere Informationen und Beratung steht Susanne Rieck unter Telefon 0151/52170281 zur Verfügung.
Bei der Führung wird durch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 20 Personen sichergestellt, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmern eingehalten wird.

Foto: Stadt Landshut