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FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG VON BAUHERREN GEFORDERT — MdB Florian Oßner im baupolitschen Gespräch bei Leipfinger Bader

Finanzielle Unterstützung von Bauherren gefordert

Bundestagsabgeordneter Florian Oßner im baupolitischen Gespräch bei Leipfinger Bader

 

Der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner (CSU) hat sich am Montag bei einem baupolitischen Gespräch im Ziegelwerk von Leipfinger-Bader (LB) in Vatersdorf mit LB-Chef Thomas Bader über Möglichkeiten ausgetauscht, wie zügig Wohnraum geschaffen werden kann. Außerdem ging es um finanzielle Unterstützung für Bauherren und die Rolle des Staates bei der Wahl von Baustoffen bei öffentlichen Bauprojekten.

„Dass der Druck auf den Immobilienmarkt in der Region Landshut stetig steigt, ist bekannt“, sagte Bader. Nicht erklären könne sich der Bauexperte allerdings, warum es in Bayern aktuell rund 45 000 weniger neu errichtete Wohnungen gibt als zum Bau genehmigt sind. An der bayernweiten Auslastung der Bauunternehmen könne es nicht liegen. „Da sind nämlich durchaus noch Kapazitäten da, mit denen zum Beispiel Firmen aus Nordbayern bei uns vor Ort tätig werden könnten.“ Infrastrukturpolitiker Oßner sicherte zu, bei der Ursachenforschung in Kontakt mit der Landespolitik und der Bauverwaltung zu unterstützen.

Um den Immobilienbau konkret anzuschieben, stellte Oßner die Pläne der Union zur Familienförderung vor: „Wir wollen ein Baukindergeld in Höhe von 12 000 Euro pro Kind einführen, damit sich junge Menschen den Traum vom Eigenheim erfüllen können. Denn die eigenen vier Wände sind mit die beste Altersvorsorge.“ Außerdem setze sich die CSU für steuerliche Anreize für den Verkauf von Grundstücken ein, damit die Kommunen überhaupt an Baugrund kommen.

Bader regte an, die Bauleitplanung zu vereinfachen und investitionsfreundlicher zu gestalten, damit mehr und vor allem schneller gebaut werden könne. Und immer schärfere Vorgaben zur Energieeinsparung bei Neubauten würden in erster Linie die Baukosten nach oben treiben, als den Energieverbrauch von Immobilien spürbar zu senken. Außerdem appellierte Bader an die öffentliche Hand, bei der Planung von staatlichen Bauprojekten keinen Baustoff zu bevorzugen: „Der Freistaat ist zwar großer Waldbesitzer, sollte sich aber ordnungspolitisch mit Eingriffen in die freie Bauwirtschaft zurückhalten.“ Oßner fügte in Sachen Bauleitplanung hinzu: „Die Forderungen nach mehr Pragmatismus sind berechtigt. Eine bereits eingesetzte Baukommission hat schon Vereinfachungen in den Standards vorgeschlagen, aber wir bleiben weiter an diesem Thema dran.“

 

Über die Leipfinger-Bader Ziegelwerke

Leipfinger-Bader ist ein in fünfter Generation produzierendes Familienunternehmen mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut und eines der führenden Unternehmen der deutschen Baustoffindustrie. Rund 160 Mitarbeiter stellen jährlich Ziegel für etwa 6000 Wohneinheiten her. Neben dem Stammwerk in Vatersdorf gibt es weitere LB-Werke in Puttenhausen bei Mainburg und in Schönlind bei Amberg. Von den drei Standorten aus gehen innovative und ökologisch nachhaltige Produkte wie Ziegel mit integriertem Schall- und Wärmeschutz auf Baustellen in ganz Deutschland. Das Unternehmen bildet eigene Nachwuchskräfte in den Berufen Industriemechaniker, Industrieelektriker und Industriekaufmann/-frau aus. Für den Ausbildungsbeginn 2018 sind noch freie Lehrstellen zu besetzen.

 

Bildtext:

LB-Chef Thomas Bader (rechts) und Bundestagsabgeordneter Florian Oßner, hier gemeinsam mit Marie-Luise Dött, baupolitische Sprecherin von CDU/CSU im Bundestag, sprachen über Möglichkeiten, wie die Politik die Bautätigkeit verstärken kann.